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EUROPA-BÖRSEN-Effekt der konzertierten Zinssenkung verpufft
8. Oktober 2008 / 16:16 / in 9 Jahren

EUROPA-BÖRSEN-Effekt der konzertierten Zinssenkung verpufft

Frankfurt, 08. Okt (Reuters) - Anhaltende Rezessionsängste haben die europäischen Börsen am Mittwoch erneut ins Minus gedrückt. Daran änderte auch die konzertierte Zinssenkung mehrerer großer Notenbanken nichts.

Der Dow Jones Stoxx50 der größten europäischen Börsenwerte fiel um 6,7 Prozent auf 2358 Punkte. Gleichzeitig gab der EuroStoxx50.STOXX50E der wichtigsten börsennotierten Firmen der Euro-Zone um 6,5 Prozent auf 2691 Zähler nach.

Die großen Verlierer waren einmal mehr die Finanzwerte. So waren die Aktien der Deutschen Bank(DBKGn.DE) mit einem Minus von 10,7 Prozent auf 38,935 Euro Schlusslicht im Dax. In Paris rutschten die Papiere der Societe Generale(SOGN.PA) um 5,3 Prozent auf 57,31 Euro ab, obwohl der französische Staat kurzfristige Hilfen für strauchelnde Institute in Aussicht gestellt hatte. Der Index für die europäische Bankenbranche verlor 6,5 Prozent.

Zu den wenigen Banken, die sich dem Sog entziehen konnten, gehörte das britische Institut HBOSHBOS.L. Dessen Papiere stiegen um 25 Prozent auf 126,06 Pence. “HBOS hat am meisten zu gewinnen”, schrieben die Analysten von Collins Stewart unter Verweis auf das 200 Milliarden Pfund schwere Hilfspaket für die britische Finanzbranche. Die Bank hat in den vergangenen drei Wochen knapp zwei Drittel ihres Börsenwertes verloren.

Stärker als die Finanzwerte litten die Bergbaufirmen unter Verkaufsdruck. Mit einem Kursrückgang von gut 14 Prozent auf 926,03 Pence gehörten die Aktien von Vedanta(VED.L) zu den größten Verlierern im FTSE.FTSE. Wenig besser erging es Kazakhmys(KAZ.L), deren Titel 11,7 Prozent auf 365,25 Pence verloren. Die Papiere des weltgrößten Erzförderers BHP Billiton(BLT.L) verbilligten sich um 10,5 Prozent auf 978,75 Pence.

Die Titel von Sainsbury(SBRY.L) rutschten trotz eines Quartalsumsatzes über Markterwartungen um 15 Prozent auf 308,81 Pence ab. Händlern zufolge befürchteten Anleger die Abwanderung von Kunden der Supermarkt-Kette zu billigeren Anbietern. Hinzu kämen Spekulationen um den Anteilsverkauf eines Großaktionärs.

Reporter: Hakan Ersen; redigiert von Alexander Hübner

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