May 17, 2010 / 4:24 PM / 10 years ago

Sinkender Ölpreis und Konjunkturdaten belasten US-Börsen

New York (Reuters) - Der Energiesektor hat am Montag die Wall Street deutlich belastet.

Der weiter sinkende Ölpreis setzte die Branche unter Druck. Zudem reagierten Anleger verunsichert auf den Einbruch des New Yorker Konjunkturindex. Im Mai gab der Index für das Verarbeitende Gewerbe in dem Bundesstaat deutlich nach. Die Daten gelten als Frühindikator für die gesamte Industrie in den USA. Positive Impulse kamen hingegen von einer Reihe von Übernahmen und Zusammenschlüssen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 1,5 Prozent auf 10.516 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index büßte 1,6 Prozent auf 1118 Zähler ein. Der Technologie-Index Nasdaq verlor 1,6 Prozent und notierte bei 2309 Punkten. Der Dax schloss 0,2 Prozent fester mit 6066 Stellen.

Wachsende US-Öllagerbestände und die Furcht der Anleger vor den Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise lasteten auf dem Ölpreis. Der Preis für die US-Sorte WTI ging um knapp drei Prozent auf 71,61 Dollar zurück. Darunter litten die großen US-Energiefirmen. Die Aktien des Branchenprimus Exxon Mobilgaben um 1,8 Prozent nach. ConocoPhillips büßten 2,3 Prozent ein, während der viertgrößte Öl- und Gaskonzern Occidental Petroleum 2,9 Prozent verlor.

Negative Nachrichten von der Konjunkturseite beunruhigten den Markt ebenfalls. Der New Yorker Konjunkturindex brach auf 19,11 Punkte von 31,86 Zählern im April ein. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 30,00 Punkte gerechnet.

Gut wirkten sich die vermehrten Übernahmen aus. “Die angeregte M&A-Aktivität legt sich wie eine Zuckerschicht über die bittere Pille aus Europa”, sagte Andre Bakhos von Lek Securities mit Blick auf die Schuldenprobleme in der Euro-Zone. Es gebe offenbar auch eine neue Zuversicht in die Fähigkeit Europas, eine Katastrophe abwenden zu können.

Besonders in der Pharma-Branche kommt es zu Allianzen. So will der Krankenhausbetreiber Universal Health Services Psychiatric Solutions kaufen, die Einrichtungen zur Behandlung psychisch Kranker betreiben. Anteile von Universal Health wurden 5,3 Prozent höher gehandelt, Aktien von Psychiatric Solutions verloren 0,8 Prozent.

Zudem plant Japans zweitgrößter Arzneimittelproduzent Astellas den Kauf des US-Biotech-Unternehmens OSI Pharmaceuticals für vier Milliarden Dollar. Astellas hatte OSI schon seit langem im Visier und stockte seine Offerte zuletzt auf 57,50 Dollar pro Aktie auf. OSI-Papiere verloren am Montag zwar 4,1 Prozent, weil Anleger ein noch höheres Angebot erwartet hatten. Seit Anfang März, als die erste Offerte kam, hat das Papier aber 55 Prozent zugelegt.

Aktien von GLG Partners stiegen um 50 Prozent, nachdem das Unternehmen einer Übernahme durch den Hedge-Fonds Man Group PLC zustimmte. Anteile der Man Group PLC wurden mehr als acht Prozent schwächer gehandelt.

Verluste verzeichneten auch die US-Baumarktketten. Nach einem enttäuschenden Ausblick verloren Aktien von Lowe’s 4,3 Prozent. Die Papiere des Marktführers Home Depot folgten ins Minus und verzeichneten Abschläge von 1,7 Prozent.

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