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Schweizer Börse startet leichter - Anleger verkaufen Bankaktien
March 20, 2017 / 8:49 AM / in 9 months

Schweizer Börse startet leichter - Anleger verkaufen Bankaktien

Zürich, 20. Mrz (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich am Montag etwas abgeschwächt. Leicht negative Vorgaben von der Wall Street, wo die Notierungen am Freitag nach Börsenschluss in Europa abgebröckelt waren, und Kursverluste in China sowie eine gewisse Ernüchterung über den Ausgang des G20-Treffens vom Wochenende dämpften die Stimmung der Anleger, hiess es im Markt. Vermisst wurde vor allem das klare Bekenntnis der Länder zum Freihandel. Der SMI notierte mit 8682 Punkten um 0,2 Prozent tiefer. Die vergangene Woche hatte der Leitindex mit einem Plus von 0,3 Prozent beendet.

Schwächer notierten die Aktien der Banken. Händler verwiesen auf die Pläne der Deutschen Bank, die ihr Kapital um acht Milliarden Euro erhöhen will. Dazu kam, dass mit der Banca Popolare di Vicenza und Veneto Banca zwei italienische Krisenbanken Staatshilfe beantragt haben. Die Aktein der Credit Suisse sanken um 0,8 Prozent. Insidern zufolge wird der Verwaltungsrat der Grossbank im April über einen Börsengang des Schweizer Geschäfts entscheiden. Eine endgültige Entscheidung, ob das Initial Public Offering (IPO) vorangetrieben werde oder nicht, sei noch nicht gefallen, wie die Nachrichtenagentur Reuters von zwei mit der Sache vertraute Personen erfuhr. “Das IPO, eine Bezugsrechtsemission oder ein beschleunigtes Orderbuch-Verfahren sind zu diesem Zeitpunkt alles mögliche Optionen,” sagte eine der mit der Sache vertrauten Personen.

Die Anteile der UBS sanken um 1,2 Prozent. Der Steuerstreit zwischen der Grossbank und Frankreich könnte in der neuen Woche vor einem französischen Gericht landen, wie Reuters von einem Insider erfuhr. Laut der Zeitung “JDD” war UBS auf den Vorschlag der Staatsanwaltschaft, den Streit mit der Zahlung von 1,1 Milliarden Euro beizulegen, nicht eingegangen.

Etwas besser hielten sich die Titel der Vermögensverwalter Julius Bär und Vontobel, die sich jeweils um 0,3 Prozent ermässigten. Versicherungswerte waren meist wenig verändert.

Von den Index-Schwergewichten notierten Nestle etwas leichter. Die beiden Pharmatitel Novartis und Roche zogen geringfügig an. Novartis hat die Ergebnisse einer Analyse veröffentlicht, die die Wirksamkeit des Herzmedikaments Entresto untermauern.

Die Aktien zyklischer Firmen tendierten meist schwächer. Adecco, Geberit, LafargeHolcim und Swatch gaben nach. Gegen den Trend zogen die Titel von ABB leicht an.

Am breiten Markt stachen die Anteile von Aryzta mit einem Kursplus von 2,2 Prozent heraus. Berenberg hat die Empfehlung für den Backwarenherstellers auf “Buy” von “Hold” angehoben.

Die Aktien von Meyer Burger stiegen um 1,3 Prozent. Der Zulieferer der Solarindustrie hat von einem Kunden in Asien einen Folgeauftrag im Wert von rund 15 Millionen Franken erhalten. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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