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Schweizer Börse startet fester in die neue Woche - Swiss Re gefragt
11. September 2017 / 08:22 / in 2 Monaten

Schweizer Börse startet fester in die neue Woche - Swiss Re gefragt

Zürich, 11. Sep (Reuters) - Die Anleger an der Schweizer Börse haben zu Wochenbeginn aus Erleichterung über das Ausbleiben eines Raketentests in Nordkorea zugegriffen. Der Leitindex SMI legte 0,5 Prozent auf 8955 Punkte zu. Gefragt waren vor allem Anteile von Versicherern und Banken. Gebremst wurde der Markt von Index-Schwergewicht Roche: Der Pharmakonzern hat über Rückschläge in zwei spätklinischen Phase-III-Studien informiert.

In den vergangenen Handelstagen hatte die Krise um Nordkorea weltweit die Börsen belastet. Am Wochenende hatte das Land bei seinem Nationalfeiertag dann keinen neuen Raketentest durchgeführt. Die Angst vor einem solchen Test, der allen voran von den USA als weitere Provokation aufgefasst werden könnte, hatte die Investoren beruhigt, sagte ein Börsianer. Insgesamt dürfte das Thema Nordkorea die Aktienmärkte nicht entscheidend beeinflussen, erklärten die Analysten der Zürcher Kantonalbank. “Viel wichtiger sind die wirtschaftlichen Aussichten, die Entwicklung der Unternehmensgewinne und die Geldpolitik”, hiess es im Marktkommentar der Bank. Das Wirtschaftsumfeld sei nach wie vor vielversprechend für Aktien und die Unternehmensgewinne dürften weiter zulegen, gaben sie sich zuversichtlich.

Im Fokus standen europaweit Versicherungen und Rückversicherungen - nicht zuletzt wegen des Wirbelsturms “Irma”, der über Florida gewütet hat. Swiss Re als weltweite Nummer zwei der Branche sei davon betroffen, sagte Firmenpräsident Walter Kielholz der “Schweiz am Wochenende”. Genaue Schadenzahlen seien aber noch nicht bekannt. Ereignisse wie dieses könnten den Rückversicherungen jedoch Argumente für Preiserhöhungen liefern. Daher hofft Swiss Re auf eine Stabilisierung der Preise, wie der Konzern anlässlich der jährlichen Verhandlungsrunde in Monte Carlo mitteilte. An der Börse kam das gut an und die die Swiss-Re-Aktien legten 4,4 Prozent zu. Auch die Titel der Zurich Insurance Group und des Lebensversicherers Swiss Life waren 1,9 und 4,3 Prozent Plus gefragt.

Bei den Grossbanken gewannen Credit Suisse 1,8 an Wert und UBS ein Prozent. Die Titel des Vermögensverwalters Julius Bär waren um 1,3 Prozent höher.

Die rote Laterne hielt Roche: Die Anteile des Pharmakonzerns gaben 1,3 Prozent nach. Das Mittel Lampalizumab verfehlte in einem Phase-III-Test zur Behandlung der Augenkrankheit AMD den Wirkungsnachweis. Und auch das Hautkrebsmedikament Zelboraf konnte in einer Phase-III-Studie seine Wirkung nicht unter Beweis stellen.

Konkurrent Novartis hingegen konnte in einer spätklinischen Studie mit einer Kombinationstherapie der beiden Medikamente Tafinlar und Mekinist das Rückfallsrisiko für Hautkrebspatienten nach einer Operation deutlich verringern. Zudem erwies sich das Augenmedikament Lucentis in einem Vergleichstest mit einem Konkurrenzprodukt als wirksam. Die Novartis-Aktien zogen 0,3 Prozent an.

Gefragt waren darüber hinaus zyklische Werte wie die Aktein des Personalvermittlers Adecco, des Zementkonzerns LafargeHolcim, der Bauchemiefirma Sika und des Elektrotechnikkonzerns ABB mit Gewinnen von jeweils knapp einem Prozent. Die Luxusgütertitel Richemont und Swatch legten jeweils 0,7 Prozent zu.

Index-Schwergewicht Nestle war um 0,4 Prozent höher. Der Lebensmittelkonzern hat Insidern zufolge ein Auge auf das zur Disposition stehende Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten des Darmstädter Merck-Konzerns geworfen. (Reporter: Angelika Gruber; redigiert von Paul Arnold)

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