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Zurückhaltung an der Schweizer Börse - Anleger warten auf Fed
September 19, 2017 / 7:50 AM / in 3 months

Zurückhaltung an der Schweizer Börse - Anleger warten auf Fed

Zürich, 19. Sep (Reuters) - Die Anleger an der Schweizer Börse waren am Dienstag in der Warteschleife. Der Leitindex SMI gab nach Handelsbeginn 0,1 Prozent auf 9037 Zähler nach. Zwar sorgten die von Rekord zu Rekord eilenden Kurse an der Wall Street auch in Europa für Rückenwind, erklärten Händler. Einen Tag vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank wollte sich jedoch niemand gross engagieren. An der Börse gilt als sicher, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den Startschuss für den Abbau ihrer billionenschweren Wertpapierbestände geben wird. Unklar ist Experten zufolge aber, ob Fed-Chefin Janet Yellen auch für Dezember eine weitere Zinserhöhung signalisiert. Am Montag hatte der Leitindex 0,2 Prozent zugelegt.

Abschläge gab es vor allem bei den schwergewichtigen Pharmaaktien: Die Novartis-Papiere sackten 0,2 Prozent ab. Die Ratingagentur Fitch hat den Ausblick für die Verbindlichkeiten von Novartis auf “Negativ” von “Stabil” gesenkt. Eine Empfehlung der HSBC kam dagegen nicht an: Die Bank hat die Aktien in das “Europe Super Ten”-Portfolio aufgenommen. Die Papiere der Rivalin Roche gaben 0,4 Prozent nach.

Auch Index-Schwergewicht Nestle startete schwächer in den Tag und verlor 0,6 Prozent. Der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern hält kommende Woche einen mit Spannung erwarteten Investorentag ab. Dort erwarten sich Anleger vom neuen Firmenchef Mark Schneider Einblicke in die künftige Strategie des mit Erlöseinbussen kämpfenden Konzerns.

Die Aktien von Clariant reagierten kaum auf die Anteilserhöhung von White Tale. Der aktivistische Investor ist zum grössten Aktionär des Schweizer Spezialchemiekonzerns aufgestiegen. Die Amerikaner halten nunmehr 15,1 Prozent an Clariant, wie es in einem Brief von White Tale an Clariant hiess. Der Aktionär bekräftigte seinen Widerstand gegen die geplante Milliarden-Fusion von Clariant mit der amerikanischen Huntsman. Die Clariant-Aktie legte 0,3 Prozent zu.

Verluste gab es hingegen bei der Swiss Re - die Aktie gab 0,1 Prozent nach. Der Hurrikan “Maria” hat am späten Montagabend die Karibik-Insel Dominica erreicht. Das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) in den USA hat den Wirbelsturm auf die höchste Kategorie 5 hochgestuft und schätzte ihn als potentiell gefährlich ein. Zuvor hatte der Hurrikan “Irma” schwere Schäden hinterlassen und dürfte für die Versicherungsbranche nach Einschätzung von Experten eines der teuersten Ereignisse seit Jahren werden.

Bei den zyklischen Werte zeichnete sich kein eindeutiger Trend ab: Der Elektrokonzern ABB und der Personalvermittler Adecco legten zu, während der Zementkonzern LafargeHolcim nachgab und der Sanitärtechnikkonzern Geberit gehalten war.

Bei den Banken legte UBS 0,4 Prozent zu, während Credit Suisse und Julius Bär wenig verändert notierten.

Am breiten Markt gewannen die Crealogix-Aktien fünf Prozent an Wert. Die Fintech-Firma hat 2016/17 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen und ihre mittelfristigen Zielvorgaben erhöht.

Die Basler Kantonalbank will im Zuge ihrer neuen Strategie bis 2021 den Marktanteil ausbauen. Die Aktie legte 1,4 Prozent zu. (Reporter: Angelika Gruber; redigiert von Oliver Hirt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168.)

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