7. November 2017 / 09:54 / vor 18 Tagen

Schweizer Börse rutscht weiter ab

Zürich, 07. Nov (Reuters) - Die Schweizer Börse ist nach dem leichteren Wochenstart am Dienstag weiter abgerutscht. Die kräftigen Kursanstiege an der Tokioter Börse und anderen Märkten in Asien, dank derer Händler auf einen Anstieg der Notierungen gesetzt hatten, erwies sich als kurzlebiger Impuls. Der SMI sank um 0,3 Prozent auf 9257 Punkte. Bereits am Montag hatte sich der Leitindex um 0,4 Prozent ermässigt, nachdem er Ende vergangener Woche auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren gestiegen war. Vor allem die als wenig konjunktursensibel geltenden Indexschwergewichte Nestle, Novartis und Roche drückten das Börsenbarometer ins Minus.

Impulse waren rar. Wichtige Konjunkturzahlen werden nicht veröffentlicht und die Saison der Quartalsbilanzen neigt sich dem Ende zu.

Die Anleger reagierten enttäuscht auf den Zwischenbericht von Adecco. Mit einem Kursabschlag von zwei Prozent setzten sich die Aktien des Personaldienstleisters an die Spitze der Verlierer unter den Standardwerten. Der Weltmarktführer verdiente im dritten Quartal um fast ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor und wuchs auch weniger stark als von Analysten erwartet.

Hauptsächlich geschuldet war der SMI-Rückgang allerdings Nestle und den beiden Pharmawerten. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns gaben 0,7 Prozent nach. Die Novartis-Titel sanken um 0,8 Prozent und die Roche-Anteile um 0,4 Prozent, obwohl beide Arzneimittelhersteller mit guten Nachrichten aufwartete. Das Novartis-Medikament Cosentyx reduziert einer Studie zufolge die Symptome bei Psoriasis-Arthritis. Roche darf sein Hautkrebsmittel Zelboraf in den USA künftig breiter einsetzen und erhielt im weltgrössten Pharmamarkt zudem die Zulassung für die Arznei Alecensa zur Behandlung von Patienten mit einem spezifischen Typ von Lungenkrebs.

Die Anleger setzen derzeit eher auf Werte, die von der guten Konjunkturlage profitieren dürften, erklärte ein Marktbeobachter. Zu den Kursgewinnern gehörten etwa der Elektrotechnikkonzern ABB, die Bauchemiefirma Sika und der Luxusgüterhersteller Richemont. Gefragt waren auch Finanzwerte wie Credit Suisse, UBS, Swiss Re und Zurich Insurance.

Am breiten Markt griffen die Anleger zu Implenia; die Aktien des Baukonzerns stiegen um 1,9 Prozent. Der Bauchkonzern wurde von der UNO mit dem Bau eines Verwaltungsgebäudes in Genf beauftragt - Auftragsvolumen rund 100 Millionen Franken.

Hingegen fielen die Aktien von Burckhardt Compression nach dem Halbjahresbericht um 5,5 Prozent. Der Gewinn des Kompressoren-Herstellers sank im ersten Geschäftshalbjahr um 12,7 Prozent auf 8,7 Millionen Franken zurück. Erst ab 2018 rechnet das Unternehmen wieder mit besseren Betriebsgewinnmargen. (Reporter: Paul Arnold; redigiert von Oliver Hirt)

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