8. November 2017 / 09:05 / vor 16 Tagen

Schweizer Börse tritt auf der Stelle

Zürich, 08. Nov (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch eine Spur fester tendiert. Händler sprachen von der Fortsetzung der Konsolidierung und verwiesen auf andere Märkte, an denen der jüngste Rekordlauf ebenfalls an Schwung verloren habe. Zudem seien in der laufenden Woche Impulse in Form wichtiger Konjunkturzahlen dünn gesät.

Der SMI notierte mit 9230 Punkten um 0,1 Prozent höher. Am Dienstag war der Leitindex um 0,7 Prozent gefallen.

Die Firmenabschlüsse fielen zwar mehrheitlich erfreulich aus, sie konnten aber die Anleger trotzdem nicht zu Käufen ermuntern. Nach einer lange Reihe starker Ergebnisse seien auch die Erwartungen stark gestiegen und in die Aktienkurse eingearbeitet. “Damit lautet das Motto eher ‘sell on good news’”, sagte ein Händler.

Darunter litten die Aktien von Barry Callebaut, die trotz kräftiger Gewinnsteigerung und Dividendenerhöhung um 1,5 Prozent nachgaben. Der Kakao- und Schokoladehersteller profitierte im Geschäftsjahr 2016/17 vom laufenden Sparprogramm und steigerte den Gewinn um 40 Prozent auf 302,9 Millionen Franken. Die Dividende soll auf 20 Franken je Aktie angehoben werden von 15,50 Franken im Vorjahr. Die mittelfristigen Ziele bekräftigte das Unternehmen.. Händler erklärten den Kursrückgang mit Gewinnmitnahmen.

Die Anteile von Swiss Life stiegen um 0,3 Prozent. Der Lebensversicherer steigerte die Prämieneinnahmen in den ersten neun Monaten um drei Prozent auf 13,8 Milliarden Franken und schnitt damit besser ab, als von Analysten erwartet. Grund für die Entwicklung ist auch die Neuausrichtung des Geschäfts: der Lebensversicherer setzt stärker auf Vermögensverwaltung und Dienstleistungen und fährt das traditionelle Lebensversicherungsgeschäft zurück, das angesichts des Tiefzinsumfelds immer weniger Ertrag abwirft.

Die übrigen Assekuranzwerte neigten zur Schwäche.

Bei den Marktschwergewichten legten die Aktien von Novartis 0,25 Prozent zu. Die neuartige Gentherapie Kisqali hat sich in einer spätklinischen Phase-III-Studie bei Brustkrebs als wirksam erwiesen. Die Behandlung verlängerte das progressionsfreie Überleben von Patienten mit Brustkrebs der Form HR+/HER2- und erreichte damit das Hauptziel. Novartis will die Resultate der MONALEESA-7 genannten Studie beim San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) im Dezember veröffentlichen.

Die Genussscheine von Roche sanken dagegen um 0,2 Prozent. Nestle, ein weiteres Schwergewicht, traten auf der Stelle.

Mehrheitlich schwächer waren die Aktien der Banken. Credit Suisse verloren 0,7 Prozent und Rivale UBS sanken um 0,5 Prozent. Auch Julius Bär und Vontobel büssten Terrain ein.

Uneinheitlich waren die Anteile zyklischer Firmen. Die Titel der Prüffirma SGS, des Elektrotechnikkonzerns ABB und des Anlagenbauers Oerlikon schwächten sich leicht ab. Die Papiere des Zementproduzenten LafargeHolcim und der Sanitärtechnikfirma Geberit zogen ein wenig an. Die Aktien von Adecco verloren 0,9 Prozent. Der Personalvermittler hatte am Dienstag ein unter den Erwartungen der Analysten liegendes Quartalsergebnis vorgelegt.

Am breiten Markt stiegen die Aktien von AMS um 1,3 Prozent. Der Chip- und Sensorhersteller will bis November 2019 bis zu 6,75 Millionen eigene Titel oder acht Prozent des Kapitals zurückkaufen. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber)

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