March 5, 2018 / 9:25 AM / 3 months ago

Schweizer Börse startet nach Kurssturz fester in die Woche

Zürich, 05. Mrz (Reuters) - Die Schweizer Börse ist nach dem Kurssturz vom Freitag fester in die neue Handelswoche gestartet. Der Leitindex SMI stieg am Montag im Eröffnungshandel um 0,5 Prozent auf 8673 Punkte. Marktteilnehmer stuften das vor allem als Reaktion auf die Erholung der US-Börsen am Freitag nach Handelsschluss in Europa ein. Am Freitag war der SMI um 1,9 Prozent auf den tiefsten Stand des Jahres gefallen.

Grundsätzlich sei das Börsenklima aber angeschlagen. Vor allem die Zollpläne von US-Präsident Donald Trump schlagen den Investoren weltweit auf den Magen. “Alle Augen sind auf Trumps protektionistische Massnahmen gerichtet”, sagte ein Marktstratege. Sollten die angekündigten Schutzzölle wie geplant umgesetzt werden, drohen erneut Kursverluste. “Ich würde darauf tippen, dass wir dann nochmals tauchen”, erklärte der Marktstratege. Weil andere Länder wohl auf die US-Massnahmen reagieren würden, drohe dann ein globaler Handelskrieg. “Es ist eine Lose-Lose-Situation.” Wegen der grossen Opposition gegen Trumps Pläne selbst in den USA hoffen die Anleger allerdings, dass die Pläne nochmals überdacht werden. “Aber bei Trump weiss man nie”, sagte ein Börsianer.

Andere politische Ereignisse wie das grüne Licht der SPD-Basis für eine Regierungsbildung mit der CDU/CSU in Deutschland oder des Wahlresultats in Italien, wo sich eine schwierige Regierungsbildung abzeichnet, verpuffen weitgehend. Auch Neuigkeiten von Unternehmensseite waren spärlich.

Bei den Bluechips, die ausnahmslos vorrückten, waren Bauwerte besonders gefragt: Die Aktien des Sanitärtechnik-Unternehmens Geberit, des Zementkonzerns LafargeHolcim und der Bauchemiefirma Sika zogen mehr als ein Prozent an. Auch die Grossbank Credit Suisse sowie der Aromen- und Duft-Hersteller Givaudan gewannen mehr als ein Prozent an Wert.

Am breiten Markt stiegen die Helvetia-Anteile um 0,9 Prozent. Der Versicherer steigerte den Gewinn vergangenes Jahr um sieben Prozent auf 403 Millionen Franken und will die Dividende um zwei auf 23 Franken je Aktie anheben. Das Prämienvolumen wuchs um 1,5 Prozent auf 8,64 Milliarden Franken. Der Konzern sieht sich auf Kurs zu den 2020 angepeilten Zielen.

Die Emmi-Titel schnellten 5,5 Prozent hoch. Der Milchverarbeiter will nach einem Gewinnplus zehn Franken Dividende zahlen - fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Darin enthalten ist eine Sonderausschüttung von drei Franken, um die Eigentümer an einer Beteiligungsveräusserung teilhaben zu lassen. Dieses Jahr rechnet Emmi mit 1,5 bis drei Prozent Umsatzwachstum und mehr Betriebsgewinn.

Unter die Räder kam die Pharmafirma Santhera; die Aktien stürzten 7,2 Prozent ab. Santheras Medikament Raxone hat einen weiteren Rückschlag zu verkraften. Die Arznei zeigte bei Patienten mit primär progredienter Multipler Sklerose keine bessere Wirkung als Placebo. (Reporter: Paul Arnold; redigiert von Oliver Hirt Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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