March 7, 2018 / 9:04 AM / 5 months ago

Rücktritt von Trump-Berater macht Schweizer Anleger nervös

Zürich, 07. Mrz (Reuters) - Die Anleger an der Schweizer Börse haben sich zur Wochenmitte angesichts der aufgefrischten Angst vor einem Handelskrieg zurückgehalten. Auslöser war der Rücktritt des obersten Wirtschaftsberaters von US-Präsident Donald Trump, Gary Cohn. Er gilt als Befürworter eines freien Handels und Gegner der von Trump geplanten Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte. Cohns Rücktritt hatte bereits die Börse in Tokio belastet. Der SMI gab 0,2 Prozent auf 8743 Punkte nach. Am Vortag hatte der Leitindex 0,5 Prozent verloren.

Die meisten Standardwerte notierten schwächer. Die grössten Einbussen gab es beim Pharmazulieferer Lonza mit einem Minus von 1,7 Prozent. Zu den Verlierern zählten auch zyklische Werte wie der Elektrotechnikkonzern ABB, die Bauchemiefirma Sika oder der Zementproduzent LafargeHolcim. Auch Banken standen auf den Verkaufszetteln: UBS sanken um 1,1 Prozent. Julius Bär 0,4 Prozent und Credit Suisse schlugen sich mit minus 0,1 Prozent vergleichsweise gut.

Die Indexschwergewichte waren leicht im Plus: Die Novartis-Aktien legten 0,1 Prozent zu. Der Pharmakonzern baut seine Zusammenarbeit mit Science 37 bei virtuellen klinischen Studienprogrammen aus. Die Anteile von Rivale Roche waren gehalten und die Nestle-Titel 0,1 Prozent im Plus.

Am breiten Markt fielen die Aktien des Logistikkonzerns Panalpina um 3,5 Prozent. Zwar hat die Firma ihren Gewinn im vergangenen Jahr dank des guten Luftfracht-Geschäfts gesteigert. Allerdings macht dem Unternehmen die schwierige Entwicklung in der Seefracht weiterhin zu schaffen; dort fielen Verluste an. “Das gute Luftfrachtergebnis wird vom Verlust in der Seefracht stark relativiert”, schrieben die Analysten der Zürcher Kantonalbank.

Die Anteile von Ypsomed brachen 8,2 Prozent ein. Die Zeitung “Finanz und Wirtschaft” berichtete, das Management wolle die Anleger auf schwächer als erwartete Resultate einstellen. Grund dafür seien unter anderem Unsicherheiten im Marktaufbau für die eigene Insulinpumpe Ypsopump.

Die Titel von Bossard rutschten fünf Prozent ab. Zwar steigerte die Schraubenhandelsfirma im vergangenen Jahr sowohl Umsatz als auch Gewinn. Operatives Ergebnis und Gewinn blieben jedoch leicht unter den Erwartungen, schrieben die Experten der ZKB.

Bei Orior sorgte die Kapitalerhöhung für Kurseinbussen: Der Lebensmittelhersteller hat sich 44,7 Millionen Franken zur Finanzierung der Übernahme des Getränkeherstellers Thurella (“Biotta”) besorgt. Die neuen Aktien wurden zu 75,50 Franken je Stück platziert. An der Börse gaben die Aktien daraufhin gut 3,5 Prozent auf 75,40 Franken nach.

Die Autoneum-Titel sanken um 0,5 Prozent, nachddem der Autozulieferer für das Vorjahr einen Gewinnrückgang bekanntgab. (Reporter: Angelika Gruber; redigiert von Paul Arnold)

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