March 9, 2018 / 9:13 AM / 3 months ago

Schweizer Börse tendiert seitwärts - kleine Industriewerte gesucht

Zürich, 09. Mrz (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Freitag keine klare Richtung gefunden. Für gute Stimmung sorge das geplante Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zur Lösung des Atomkonflikts. Kim habe sich zu einer atomaren Abrüstung bereiterklärt und zugesagt, alle Atom- und Raketentests vorerst zu stoppen, sagte Südkoreas Sondergesandter Chung Eui Yong. Als Dämpfer bezeichneten Händler jedoch die US-Schutzzölle auf Stahl und Aluminium, die Trump trotz Warnungen vor einem Handelskrieg erlassen hatte.

Der Standardwerte-Index notierte im Morgenhandel um 0,1 Prozent tiefer auf 8888 Punkten. Am Vortag hatte der Leitindex 1,3 Prozent zugelegt.

Am Nachmittag dürften die Anleger ihr Augenmerk auf die Arbeitsmarktdaten aus den USA richten. Von den Zahlen erhoffen sie sich Rückschlüsse auf Tempo und Zeitpunkt weiterer Zinserhöhungen in der weltgrössten Volkswirtschaft. Einer Einschätzung des Vermögensverwalters Swisspartners zufolge dürften die Erhöhungen graduell und überschaubar sein. Denn: “Wenn die Zinsen zu schnell steigen, wird die US-Regierung sich schwertun, die Zinsrechnung zu bezahlen”, hiess es. In Europa werde sich diesbezüglich kaum vor 2019 etwas tun, zumal das Inflationsziel der EZB noch weiter in die Ferne gerückt sei.

Bei den 20 Schweizer Standardwerten standen neun Gewinnern elf Verlierer gegenüber. Mit einem Plus von 0,3 Prozent verzeichneten die Titel des Feinchemiekonzerns Lonza die stärksten Zuwächse im SMI. Ebenfalls gesucht waren die Aktien des Personalvermittlers Adecco sowie der Versicherer Swiss Re, Swiss Life und Zurich.

Die UBS-Aktie sank dagegen um ein Prozent. Die Grossbank schraubte die Rückstellungen für Rechtskosten hoch, was den zuvor ausgewiesenen Gewinn für das vergangene Jahr leicht schmälert. Die Titel des Rivalen Credit Suisse gaben 0,1 Prozent nach. Ebenfalls auf den Verkaufszetteln standen die Titel des Bauchemieunternehmens Sika und des Aromenherstellers Givaudan.

Bei den Nebenwerten kletterten Starrag um 6,9 Prozent. Der Hersteller für Präzisions-Werkzeugmaschinen erwartet für 2018 einen deutlich steigenden Auftragseingang in lokalen Währungen. Der Umsatz werde mindestens auf Vorjahresniveau liegen und die Ebit-Marge steigen.

Ein guter Jahresabschluss schob auch die Aktien von SFS an. Der Schraubenspezialist steigerte den Gewinn um 28 Prozent auf 159,1 Millionen Franken. Die Dividende soll auf 1,90 von 1,75 Franken je Aktie steigen. Für das laufende Jahr erwartet die Firma eine Umsatzsteigerung um fünf bis sieben Prozent und eine bessere Ebit-Marge. Die Titel der Verbundwerkstoff-Firma Schweiter legten nach den Jahreszahlen um 2,3 Prozent zu. (Reporter: Oliver Hirt; redigiert von Angelika Gruber. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168.)

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