April 3, 2018 / 8:05 AM / in 6 months

Angst vor Handelskrieg trübt Stimmung an der Schweizer Börse

Zürich, 03. Apr (Reuters) - Die Schweizer Börse ist nach der Osterpause mit Verlusten ins zweite Quartal gestartet. Den kräftigen Kursverlusten an der Wall Street und an der Börse Shanghai könne sich die Schweiz nicht entziehen, sagten Händler. Nach wie vor bereite den Anlegern der drohende internationale Handelsstreit Sorge. Zudem trübe der Ausverkauf bei den US-Technologiewerten die Stimmung. Die US-Technologiebörse Nasdaq war am Ostermontag, als viele Märkte in Europa geschlossen waren, um 2,7 Prozent gefallen. Der Dow Jones hatte 1,9 Prozent verloren.

Der Schweizer Leitindex SMI sank am Dienstag um 0,9 Prozent auf 8666 Punkte. In den ersten drei Monaten hatte der SMI fast sieben Prozent eingebüsst.

Impulse erhoffen sich die Börsianer im Laufe der Woche vor allem von Konjunkturzahlen. Veröffentlicht werden unter anderem die Einkaufsmanagerindizes der Schweiz, der Euro-Zone und der USA. Zudem steht am Freitag der stark beachtete US-Arbeitsmarktbericht auf der Agenda. Die Daten könnten Hinweise auf die weitere Geldpolitik der Notenbanken geben.

Mit Erleichterung reagierten Anleger auf Neuigkeiten von Bossard. Der Kurs stieg um sieben Prozent und wetzte damit die Scharte der Vorwoche zu einem Grossteil wieder aus. Die Schraubenhandelsfirma stellte für das erste Quartal ein Rekordergebnis in Aussicht und teilte zudem mit, dass sie nicht von der Rückrufaktion eines amerikanischen Grosskunden aus dem Bereich Elektromobilität betroffen sei. Spekulationen, dass rostende Schrauben bei Tesla-Fahrzeugen von Bossard stammen könnten, hatten die Titel vergangene Woche auf Talfahrt geschickt.

Sämtlich Standardwerte gaben nach. Den stärksten Kursverlust verbuchte der Pharmazulieferer Lonza mit einem Minus von 1,8 Prozent. Dahinter folgten die Aktien der Grossbank Credit Suisse und des Elektrotechnikkonzerns ABB mit je 1,4 Prozent Abschlag.

Am besten schlugen sich die Anteile des Aromen- und Riechstoffherstellers Givaudan, des Luxusgüterkonzerns Richemont und des Versicherers Zurich, die sich jeweils um 0,4 Prozent abschwächten. Die als wenig konjunktursensibel geltenden Indexschwergewichte Nestle, Novartis und Roche verloren jeweils mehr als ein halbes Prozent. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von)

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