April 4, 2018 / 7:39 AM / 8 months ago

Schweizer Börse rutscht weiter ab - Swiss Re unter Druck

Zürich, 04. Apr (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch an den Negativtrend des Vortages angeknüpft und weiteren Boden eingebüsst. Die Anleger trauten sich angesichts des Handelsstreits der USA mit China trotz der Erholung an der Wall Street nicht aus der Deckung. “Die Verunsicherung hält an”, sagte ein Börsianer und verwies auf die asiatischen Märkte, wo sich die Investoren ebenfalls zurückgehalten hatten. Der SMI notierte mit 8606 Zählern um 0,3 Prozent tiefer. Am Dienstag war der Leitindex um 1,3 Prozent gesunken.

Der Zollstreit zwischen den USA und China geht in die nächste Runde. Die USA verhängten Abgaben von 25 Prozent auf 1300 chinesische Importgüter im Gesamtwert von 50 Milliarden Dollar. Die Liste, die das Büro des Handelsbeauftragten am Dienstag vorlegte, reicht von Chemiegütern bis hin zu Fernsehern, Fahrzeugen und Elektronik-Komponenten.

Händler hofften, dass von den Konjunkturdaten, die im Laufe des Tages veröffentlicht werden, positive Impulse ausgehen. Auf dem Programm stehen Inflationszahlen aus der Euro-Zone und die Beschäftigtenzahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP. Sie geben einen Vorgeschmack auf die offiziellen US-Daten am Freitag und Hinweise auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen.

Unter Abgaben litten die Aktien von Swiss Re. Sie fielen um 2,2 Prozent. Der japanische Softbank-Konzern dürfte sich mit höchstens zehn Prozent am Rückversicherungskonzern beteiligen. Die Verhandlungen seien weiterhin in einem frühen Stadium und es gebe keine Gewissheit, ob es zu einem Einstieg von Softbank oder einer strategischen Partnerschaft komme, teilte Swiss Re mit. Die beiden Unternehmen verhandeln seit einiger Zeit über eine Partnerschaft. “Das könnte für enttäuschte Gesichter am Markt sorgen”, sagte ein Händler. Medienberichten zufolge stand im Raum, dass Softbank rund ein Viertel der Swiss-Re-Anteile für fast zehn Milliarden Dollar übernimmt. “Damit nimmt Swiss Re den Börsengerüchten den Wind aus den Segeln, die von einer Beteiligung von bis zu 25 Prozent ausgingen”, kommentierte ZKB-Analyst Georg Marti.

Die meisten anderen Finanzwerte tendierten ebenfalls schwächer. Die Grossbanken Credit Suisse und UBS und der Vermögensverwalter Julius Bär ermässigten sich um mehr als ein halbes Prozent.

Die Aktien von Zurich Insurance sanken am Tag der Generalversammlung um 0,5 Prozent.

Die meisten zyklischen Titel neigten ebenfalls zur Schwäche. Die Verluste hielten sich mit rund einem halben Prozent in Grenzen.

Bei den Marktschwergewichten waren Nestle und Novartis etwas höher und Roche etwas tiefer bewertet. Die Anteile von Lonza stabilisierten sich nach den jüngsten Verlusten. Der Pharmazulieferer hat seit Jahresanfang rund 15 Prozent seines Werts verloren. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber;)

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