May 16, 2018 / 7:55 AM / 9 days ago

Schweizer Börse tritt auf der Stelle

Zürich, 16. Mai (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch im frühen Handel wenig verändert tendiert. Die mögliche Absage des Gipfels zwischen den USA und Nordkorea sowie der Anstieg der Rendite der US-Treasury Bonds auf über 3,05 Prozent - der höchste Stand seit 2011 - stimme die Anleger vorsichtig, sagten Händler. Zudem sei die Bilanzsaison praktisch abgeschlossen. “Da rücken andere Faktoren wie die Politik und Konjunkturzahlen wieder mehr in den Vordergrund”, sagte ein Händler.

Der SMI notierte mit 8990 Punkten geringfügig leichter als am Dienstag, als der Leitindex um 0,1 Prozent niedriger geschlossen hatte.

Impulse könnten am Nachmittag von der Veröffentlichung von Daten zum Immobilienmarkt sowie zur Entwicklung von Produktivität und Kapazitätsauslastung ausgehen.

Keinen stärkeren Einfluss auf die Kurse hatte die Investorenkonferenz von Novartis. Die Aktien sanken um 0,2 Prozent. Der Pharmariese peilt bis 2022 Umsatzwachstum und eine Margensteigerung an. Treiber dieser Verbesserungen seien bereits eingeführte Arzneien, eine starke Produkte-Pipeline im späten Entwicklungsstadium und Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität. Novartis prüft gegenwärtig, ob die Augenheilsparte Alcon abgespalten werden soll. Konkrete Maßnahmen seine nicht vor der ersten Hälfte 2019 zu erwarten, bekräftigte der Konzern frühere Angaben.

Der Genussschein von Rivale Roche stieg um 0,5 Prozent. Die Tochter Chugai hat in Taiwan die Zulassung für Alecensa als Erstlinien-Behandlung von Patienten mit ALK-positivem, fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs erhalten.

Schwächer waren die Aktien kleinerer Pharmafirmen: Basilea sanken um 0,5 Prozent und Idorsia fielen um ein Prozent. Die Anteile von Börsenneuling Polyphor ermässigten sich um 0,5 Prozent auf 38,025 Franken. Die Papiere waren am Dienstag zu 38 Franken bei Anlegern platziert worden.

Die Aktien von Sonona sackten um 3,1 Prozent ab. Der schwedische Finanzinvestor EQT fusioniert den Hörgerätehersteller Sivantos mit dem dänischen Wettbewerber Widex. Dadurch entsteht ein Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro. Mit einer Börsenbewertung von sieben Milliarden Euro entsteht damit der hinter Marktführer Sonova und der dänischen William Demant drittgrösste Hörgerätehersteller der Welt.

Mainfirst senkte ausserdem die Empfehlung für Sonova-Aktien auf “Neutral” von Outperform”.

Die Bankaktien neigten meist zur Schwäche: Credit Suisse fielen um 0,7 Prozent und UBS um 0,3 Prozent. Bei den Versicherungen waren Zurich um 0,15 Prozent höher auf 315,80 Franken. Goldman Sachs hat das Kursziel auf 390 von 355 Franken angehoben und den Titel zum Kauf empfohlen.

Bei den Aktien zyklischer Firmen ergab sich kein klarer Trend: Die Anteile des Elektrotechnikkonzerns ABB stiegen ein halbes Prozent und der Titel der Sanitärtechnikfirma Geberit sanken um 0,4 Prozent.

Am breiten Markt legten die Aktien der VZ Holding fünf Prozent zu auf 302 Franken. Die Bank Vontobel hat die Empfehlung für der Finanzdienstleister auf Buy von Hold und das Kursziel auf 370 von 310 Franken angehoben.

Von einer Kaufempfehlung von Baader Helvea profitierten die Aktien von Huber + Suhner und notierten um 4,8 Prozent höher. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt )

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