May 18, 2018 / 7:44 AM / 5 months ago

Schweizer Börse gibt nach - Richemont unter Druck

Zürich, 18. Mai (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Freitag nachgegeben. Vor dem langen Pfingstwochenende und wegen der anhaltenden Verunsicherung über die Folgen des Ölpreis-Anstiegs, wegen der Spannungen mit Nord-Korea und im Nahen Osten sowie wegen der zähen Regierungsbildung in Italien hielten sich die Anleger zurück. Zudem trübte der Kursverlust bei den Richemont-Aktien die Kaufbereitschaft zusätzlich. Der SMI verlor 0,5 Prozent auf 8940 Punkte. Am Donnerstag war der Leitindex um 0,2 Prozent gestiegen.

Der Fokus der Anleger lag mangels anderer Impulse - US-Konjunkturzahlen werden nicht veröffentlicht - auf Richemont. Der Luxusgüterkonzern verfehlte mit einem Gewinn von 1,22 Milliarden Euro im vergangenen Geschäftsjahr die Analystenerwartungen. Abschreibungen und die Rücknahme von unverkauften Uhren bei Geschäftspartnern sowie der starke Euro vermiesten dem weltweit zweitgrössten Luxusgüterhersteller das Geschäft. Die Dividende soll auf 1,90 von 1,80 Franken je Aktie erhöht werden.. Die Aktie brach fast acht Prozent auf 91,16 Franken ein. Der Titel hatte am Donnerstag noch ein Rekordhoch erreicht.

“Wir werten das Jahresergebnis als leicht negativ”, erklärten die Analysten der Zürcher Kantonalbank. “Aufgrund des jüngsten Kursanstieges dürfte es zu Gewinnmitnahmen kommen.”

Die Titel von Konkurrent Swatch konnten sich dem Sog von Richemont nicht entziehen und fielen um fast drei Prozent.

Boden gut machen konnten hingegen Bankaktien: UBS, Credit Suisse und Julius Bär lagen jeweils leicht im Plus. Auch Versicherungstitel notierten fester.

Bei den zyklischen Firmen zeichnete sich kein einheitlicher Trend ab. Während der Elektronikkonzern ABB und der Bauchemiekonzern Sika fester notierten, verloren der Personaldienstleister Adecco und der Sanitärtechnikkonzern Geberit leicht Terrain.

Die Aktie von SGS stieg um 0,9 Prozent auf 2550 Franken. Die Deutsche Bank hob das Kursziel auf 2800 von 2620 Franken. Kepler Cheuvreux empfiehlt den Titel mit einem Kursziel von 2865 Franken zum Kauf.

Am breiten Markt stiegen Cosmo Pharmaceuticals um 2,3 Prozent. Die US-Arzneimittelzulassungsbehörde FDA hat die Einreichung des Zulassungsantrags für das Mittel Rifamycin SV MMX genehmigt.

Die Anteile von Aryzta sackten um 3,3 Prozent auf 20,66 Franken ab. Credit Suisse senkte das Kursziel auf 25 von 26 Franken. Das Rating lautet “Neutral”. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber; Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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