May 22, 2018 / 7:44 AM / 3 months ago

Schweizer Börse startet höher

Zürich, 22. Mai (Reuters) - Positive Vorgaben aus den USA haben der Schweizer Börse am Dienstag nach dem verlängerten Pfingstwochenende zu einem festeren Start in die neue Woche verholfen. Die Anleger seien erleichtert über die Beilegung des Handelsstreits zwischen China und den USA. Für zusätzlichen Rückenwind sorgt laut Händlern zudem der weiterhin feste Dollar.

Der SMI legte um 0,35 Prozent auf 8972 Punkte zu. Am Freitag war der Leitindex um 0,5 Prozent gefallen.

Weiterhin im Blick hätten die Marktteilnehmer die Entwicklung in Italien, hiess es. Die beiden potenziellen Koalitionspartner, die 5-Sterne-Bewegung und die rechte Partei Lega, wollen ihre neue Regierung von dem 54-jährigen Juraprofessor Giuseppe Conte leiten lassen, der keine politische Erfahrung hat. “Die Pläne der neuen Regierung Italiens dürften einer allfälligen Euphorie einen Dämpfer versetzen”, sagte ein Händler.

Relevante Konjunkturindikatoren werden für Dienstag nicht erwartet. Auf Unternehmensseite hat einzig Sonova den Jahresbericht 2017/18 veröffentlicht. Der Markt reagierte mit einem Minus von 1,7 Prozent auf die Zahlen. Der Hörgerätehersteller hat vor allem dank Zukäufen den Umsatz um 10,4 Prozent auf 2,65 Milliarden Franken gesteigert. Damit lag der Konzern im Rahmen der Analystenerwartungen. Der Gewinn legte um 14,4 Prozent auf 407,4 Millionen Franken zu. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Sonova in Lokalwährungen ein Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent und eine Steigerung des Betriebsergebnisses (Ebita) von sechs bis neun Prozent. Der Bericht berge keinerlei Überraschungen, kommentierte die ZKB.

Bei den Standardwerten führten die Aktien des Pharmazulieferers Lonza die Gewinner mit plus 1,2 Prozent an. Dahinter folgten die Anteile des Uhrenkonzerns Swatch, die von einer Kaufempfehlung von Kepler Cheuvreux um ein Prozent nach oben geschoben wurden.

Um bis zu 0,4 Prozent niedriger gehandelt wurden die Titel von Zurich. Der Versicherer hat das Mitte April gestartete Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen.

Die Aktien von Richemont sanken um 0,1 Prozent. Der Luxusgüterhersteller hatte mit dem am Freitag veröffentlichten Jahresabschluss die Markterwartungen verfehlt, was den Aktienkurs einbrechen liess.

Die Genussscheine von Roche gewannen knapp ein Prozent. Das Medikament Hemlibra führt zwei klinischen Studien zufolge zu massiv geringeren Blutungen bei Hämophilie-Patienten. Analysten zufolge dürfte die Arznei damit eine dominante Marktstellung einnehmen.

Die Bankaktien tendierten freundlich. UBS rückten um 0,9 Prozent vor, Credit Suisse stiegen um 0,5 und Julius Bär um 0,8 Prozent vor.

Am breiten Markt schossen die Aktien von Georg Fischer um neun Prozent nach oben. UBS hat den Anlagenbauer auf “Buy” von “Neutral” hochgestuft. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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