May 23, 2018 / 8:11 AM / 7 months ago

Schweizer Börse gibt nach - Cosmo-Aktie bricht ein

Zürich, 23. Mai (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch auf breiter Front nachgegeben. Der Leitindex fiel um ein Prozent auf 8849 Punkte und damit so stark wie seit Anfang April nicht mehr. Zunehmende geopolitische Sorgen belasteten laut Händlern die Aktienmärkte. “Die Töne zwischen den USA und Nordkorea sind wieder etwas schärfer geworden”, kommentierte die Thurgauer Kantonalbank. Dies dämpfe die Kauffreude der Anleger, hiess es.

US-Präsident Donald Trump stellte das geplante Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un infrage. Zudem hatte er sich unzufrieden mit dem Stand der Gespräche im Handelsstreit geäussert. Dazu kommt der weiter schwelende Streit um das von den USA aufgekündigte Atom-Abkommen mit dem Iran und die Regierungsbildung in Italien.

Vor der um 20.00 Uhr (MESZ) erwarteten Veröffentlichung des Protokolls der letzten Fed-Sitzung von Anfang Mai dürften sich die Anleger zurückhalten, hiess es am Markt. Damals hatten die Notenbanker die Erwartung geschürt, dass sie auf der Juni-Sitzung die Zügel straffen könnten.

Im Fokus der Anleger standen die Aktien von Cosmo Pharmaceuticals, die um 15 Prozent einbrachen. Wie es sich schon vor zwei Wochen abgezeichnet hat, hat die US-Arzneimittelbehörde FDA das Zulassungsgesuch für das Darmkontrastmittel Methylen Blau wegen nicht genauer definierter Mängeln zurückgewiesen und der Firma empfohlen, es mit neuen Studien-Ergebnissen erneut zu versuchen. Die Entscheidung solle keinen Einfluss auf die Prognose der Firma für 2018 haben, teilte Cosmo mit.

Die Aktien von Julius Bär verloren ein Prozent. Der Vermögensverwalter sammelte in den ersten vier Monaten des Jahres neue Gelder bei der reichen Kundschaft ein: Der Nettoneugeldzufluss lag bei über fünf Prozent des Bestands. Die verwalteten Vermögen stiegen um drei Prozent auf 401 Milliarden Franken. Die Bruttomarge stieg im Vergleich zum zweiten Halbjahr um fünf Basispunkte auf 93 Basispunkte. Die Kosten-Ertrags-Relation lag bei knapp 67 Prozent.

Die als krisenresistent geltenden Schwergewichte Nestle, Novartis und Roche ermässigten sich um gut 0,5 Prozent.

Die Anteile der Grossbank Credit Suisse fielen um 1,7 Prozent ein. UBS sanken um 0,7 Prozent. Die meisten Versicherungswerte tendierten weniger als ein Prozent schwächer. Die Aktien zyklischer Firmen büssten mehr als ein Prozent ein.

Die Aktien von Swatch sackten um fast zwei Prozent ab. Mit einem Kursplus von rund einem Viertel im laufenden Jahr führt der Uhrentitel die Gewinner bei den Standardwerten an. Rivale Richemont wurde um 1,6 Prozent tiefer bewertet. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber;)

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