May 24, 2018 / 6:23 AM / 2 months ago

Schweizer Börse wird eine Spur höher gesehen - Aryzta unter Druck

Zürich, 24. Mai (Reuters) - Die Schweizer Börse dürfte am Donnerstag mit leichten Gewinnen starten. Nach dem Kursrutsch vom Vortag könnte es zu einer technischen Erholung kommen, sagte ein Händler. Allzu gross dürften die Gewinne aber kaum ausfallen. Nach wie vor sorgten sich die Anleger um die Entwicklung in Italien und den künftigen Kurs der neuen Regierung gegenüber der Europäischen Union. “Das weckt böse Erinnerungen an die Euro-Krise”, sagte ein Händler. Zudem laste auch Angst vor einer Eskalation des Handelsstreits mit den USA auf der Stimmung.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,2 Prozent höher mit 8817 Punkten. Der SMI Future stieg um 0,1 Prozent auf 8790 Zähler. Am Mittwoch hatte der Leitindex um 1,6 Prozent schwächer geschlossen.

Gemäss den am Mittwochabend veröffentlichten Protokollen der Zinssitzung von Anfang Mai will die US-Notenbank Fed bei anhaltend guten Konjunkturaussichten die Zinszügel bald wieder anziehen. Noch gilt es am Markt jedoch als offen, wie oft die Fed die Zinsen in diesem Jahr noch anheben wird. Zuletzt hatte sie dies im März getan. Die Analysten der Credit Suisse gehen von drei weiteren Zinsschritten im laufenden Jahr aus.

Im Mittelpunkt dürfte die Bank Vontobel stehen. Die Schweizer Raiffeisengruppe verkauft ihre Privatbank Notenstein La Roche an den Vermögensverwalter für rund 700 Millionen Franken. Vontobel baue damit das Privatbank-Geschäft aus: Notenstein La Roche verwaltet Vermögen von 16,5 Milliarden Franken. Raiffeisen hingegen wolle sich künftig auf Privatkunden mit kleinen und mittelgroßen Vermögen konzentrieren. Die Vontobel-Aktien wurden vorbörslich um ein Prozent höher indiziert.

Unter Druck standen die Aktien von Aryzta, die vorbörslich um zwölf Prozent tiefer indiziert wurden. Der Backwarenhersteller hat im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von 16,8 Prozent auf 811,4 Millionen Euro verbucht. Die Betriebsmargen seien geringer als vom Management erwartet und dürften in 2018 um neun bis zwölf Prozent unter der bisherigen EBITDA-Prognose liegen. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber; Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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