May 24, 2018 / 7:58 AM / 5 months ago

Schweizer Börse legt leicht zu - Aryzta-Aktien brechen ein

Zürich, 24. Mai (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Donnerstag im frühen Geschäft leicht zugelegt. Händler sprachen von einer Stabilisierung nach dem vortägigen Kursrutsch und setzen auf eine weitere Erholung im Handelsverlauf. Allzu hohe Gewinne seien aber wohl nicht zu erwarten, hiess es. Nach wie vor bereite den Anlegern die politische Entwicklung in Italien und der künftige europapolitische Kurs der neuen Regierung Kopfzerbrechen. “Das weckt böse Erinnerungen an die Euro-Krise”, sagte ein Händler. Zudem dämpfe die Angst vor einer Eskalation des Handelsstreits mit den USA die Stimmung. Der SMI rückte 0,1 Prozent auf 8805 Zähler vor. Am Mittwoch war der Leitindex um 1,6 Prozent gefallen.

Gemäss den am Mittwochabend veröffentlichten Protokollen der jüngsten Zinssitzung will die US-Notenbank bei anhaltend guten Konjunkturaussichten die Zinszügel bald wieder anziehen. Noch gilt es am Markt jedoch als offen, wie oft die Fed die Zinsen 2018 anheben wird. Zuletzt hatte sie dies im März getan. Die Analysten der Credit Suisse gehen von drei weiteren Zinsschritten im laufenden Jahr aus.

Im Mittelpunkt stand Aryzta. Nach einer erneuten Gewinnwarnung kippten die Investoren die Titel des Backwarenherstellers aus den Depots; der Kurs brach 30 Prozent auf ein Rekordtief von 14,50 Franken ein.

Die Aktien der Bank Vontobel stiegen um 0,3 Prozent. Die Raiffeisengruppe verkauft ihre Privatbank Notenstein La Roche für rund 700 Millionen Franken an den Vermögensverwalter. Notenstein verwaltet Vermögen von 16,5 Milliarden Franken.

Die Aktien der Grossbanken waren wenig verändert. Die Anteile der Credit Suisse wurden um 0,2 Prozent höher bewertet, die der UBS um 0,1 Prozent niedriger.

Fester waren die wenig konjunktursensitiven Schwergewichte: Die Titel von Nestle zogen 0,1 Prozent an, die von Novartis 0,2 Prozent und die von Roche 0,4 Prozent. Auch Aktien von zyklischen Firmen gewannen meist an Wert.

Am breiten Markt stiegen die Aktien der Versandapotheke Zur Rose um 2,2 Prozent heraus. Die deutsche Tochter Doc Morris kooperiert mit er Omni-Channel Apotheke apo-rot mit Sitz in Hamburg und wird zukünftig das Versandhandelsgeschäft von den Niederlanden aus betreiben.

Die Anteile von Ypsomed büssten 2,7 Prozent ein. Der Hersteller von Injektions- und Infusionssystemen hat im Geschäftsjahr 2017/18 bei einem um Umsatzplus von einem Fünftel den Gewinn um 13 Prozent auf 52,1 Millionen Franken gesteigert. Doch der Ausblick für das laufende Jahr sei eher enttäuschend, erklärte ZKB-Analystin Sybille Bischofberger. Ypsomed stellte einen stagnierenden Umsatz und 61 bis 76 Millionen Franken Betriebsgewinn (Ebit) in Aussicht. Vergangenes Jahr waren es 61 Millionen Franken. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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