May 25, 2018 / 8:04 AM / 3 months ago

Schweizer Börse setzt zu Erholung an

Zürich, 25. Mai (Reuters) - Die Schweizer Börse hat zum Wochenschluss höher notiert. Nach den jüngsten Einbussen komme es zu einer technischen Erholung, sagten Händler. Vor dem Wochenende wollten die Anleger ihre Positionen glattstellen, hiess es. Der SMI stieg um 0,4 Prozent auf 8807 Punkte. Am Donnerstag war der Leitindex um 0,3 Prozent gefallen.

Ob die Gewinne gehalten oder gar ausgebaut werden könnten, sei ungewiss. Nach wie vor seien die Marktteilnehmer wegen des Handelsstreits mit den USA und über den künftigen Europa-Kurs der neuen italienischen Regierung besorgt. Zudem hätten die geopolitischen Spannungen nach der Absage von US-Präsident Donald Trump für das im Juni geplante Treffen mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un zugenommen. .

Informationen über grössere Firmen sind dünn gesät. Impulse erhofften sich die Marktteilnehmer daher von der Konjunkturseite. Veröffentlicht werden unter anderem in Europa der Ifo-Geschäftsklimaindex für Mai und in den USA das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan. Zudem steht eine Rede von Fed-Chef Jerome Powell in Stockholm an. Anleger erhoffen sich Hinweise auf den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung, die überwiegend im Juni erwartet wird.

Gebremst wurde der Anstieg des Marktes vom Schwergewicht Roche. Der Pharmatitel verlor nach einer Verkaufsempfehlung der Credit Suisse 1,2 Prozent. Die Bank hat die Empfehlung auf “Underperform” von “Neutral” und das Kursziel auf 215 von 240 Franken gesenkt. Die Aktien von Rivale Novartis stiegen dagegen 0,9 Prozent. Credit Suisse hat Novartis auf “Neutral” von “Underperform” hochgestuft.

Die Aktie des Lebensmittelwerts Nestle, einem weiteren Schwergewicht, gewann ein halbes Prozent.

Die Aktien der Banken Credit Suisse und UBS legten um 0,8 Prozent zu und Julius Bär stiegen um 1,2 Prozent. Die Aktien von EFG International kletterten mit dem Rückenwind einer Kaufempfehlung von Baader Helvea um 7,6 Prozent nach oben.

Vontobel rückten um weitere 1,6 Prozent vor. Der Vermögensverwalter hatte am Donnerstag die Übernahme der Raiffeisen-Tochter Notenstein La Roche angekündigt.

Gefragt waren zudem Aktien zyklischer Firmen, die einen Teil der jüngsten Einbussen wettmachten. ABB, Adecco, SGS und Sika stiegen um ein und Geberit, LafargeHolcim und Clariant um ein halbes Prozent.

Die Papiere von Aryzta setzten die Talfahrt fort. Mehrere Analysten haben das Kursziel für die Aktien des Backwarenherstellers nach der am Vortag veröffentlichten weiteren Gewinnwarnung gesenkt.

Die Aktien der Bell Group sanken um ein Prozent. Der Fleischverarbeiter will zur Finanzierung der Übernahme des Konkurrenten Hügli das Kapital um maximal vier Millionen Aktien erhöhen und damit bis zu 612,6 Millionen Franken brutto erlösen. Für das erste Quartal meldete Bell ein Umsatzplus von 20,9 Prozent auf 993,7 Millionen Franken.

Die Papiere von Ypsomed sanken um fünf Prozent auf 136 Franken. Credit Suisse hat das Kursziel auf 125 von 135 Franken gesenkt. Das Rating lautet “Underperform”. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber; Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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