June 4, 2018 / 8:12 AM / 2 months ago

Schweizer Börse startet fester - Bankwerte gefragt

Zürich, 04. Jun (Reuters) - Die Schweizer Börse ist angeführt von Bankaktien fester in die neue Woche gestartet. Gute Vorgaben aus Asien, wo die starken US-Arbeitsmarktdaten für Zuversicht bei den Anlegern sorgten, stimmten die Anleger zuversichtlich, hiess es am Markt. Zudem habe sich die Lage in Italien beruhigt. Der SMI stieg um 0,3 Prozent auf 8640 Punkte. Am Freitag war der Leitindex um 1,9 Prozent gestiegen, hatte die Woche aber dennoch mit einem Verlust beendet.

Die Stimmung dämpfen könnte der Handelsstreit der USA mit den grössten Wirtschaftsblöcken der Welt. US-Präsident Trump zeigt sich unnachgiebig. “Wenn man beim Handel fast 800 Milliarden Dollar zurückliegt, kann man keinen Handelskrieg verlieren”, twitterte Trump mit Blick auf das Defizit der USA gegenüber anderen Staaten. Die USA seien zu lange von anderen Ländern über den Tisch gezogen worden.

Gefragt waren vor allem Bankaktien, die in der Vorwoche im Zusammenhang mit den politischen Wirren um Italien und Spanien unter die Räder gekommen waren. Die Anteile der Credit Suisse und der UBS zogen 0,6 und 0,4 Prozent an. Händler verwiesen auf die im Markt kursierenden Fusionsspekulationen. Der “Financial Times” zufolge spielt die italienische Unicredit einen Zusammenschluss mit dem französischen Geldhaus Societe Generale durch. In England legten die CYBG-Aktien zu, nachdem das Geldhaus die Offerte für die Bank Virgin Money erhöht hat.

Auch Titel von Versicherern waren im Aufwind.

Die Aktien von Richemont legten 0,5 Prozent zu. Der Luxusgüterhersteller verkauft die Ledermarke Lancel an den italienischen Aktentaschenproduzenten Piquadro. Bereits am Freitag kündigte der Genfer Konzern an, die britische Firma Watchfinder.co.uk zu übernehmen. Damit soll das Geschäft mit gebrauchten Uhren ausgebaut werden. Die Aktien von Rivale Swatch gaben 0,3 Prozent nach.

Wenig verändert waren die Pharmawerte: Die Anteile von Novartis legten 0,1 Prozent zu, während sich die von Roche 0,3 Prozent ermässigten. Die beiden Pharmariesen veröffentlichten am Krebsmediziner-Kongress ASCO in den USA zahlreiche Studienergebnisse. Zudem empfahl am Freitag eine Expertenausschuss der EU-Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung des Novartis-Medikaments Aimovig gegen Migräne und die EU-Kommission gab die Roche-Arznei Perjeta zur nachoperativen Behandlung einer Form von Brustkrebs im Frühstadium zum Verkauf frei.

Am breiten Markt sanken die volatilen Aktien von Meyer Burger um vier Prozent. Die Anteile von Aryzta büsste 2,8 Prozent auf 15,05 Franken ein. UBS hat das Kursziel für den Backwarenhersteller auf 15,50 von 23,50 Franken gesenkt. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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