June 6, 2018 / 7:55 AM / 5 months ago

Schweizer Börse wenig verändert - Anleger halten sich zurück

Zürich, 06. Jun (Reuters) - An der Schweizer Börse ist am Mittwoch die erhoffte Erholung von den jüngsten Einbussen ausgeblieben. Die Anleger trauten sich nicht aus der Deckung, sagten Händler. Der Leitindex, der am Vortag 1,1 Prozent verloren hatte, notierte mit 8539 Zählern praktisch unverändert gegenüber dem Vortag.

Eine technische Erholung wäre eigentlich angezeigt, hiess es. “Wir haben einige Übertreibungen gesehen vor allem bei den Pharmawerten und den Banken”, sagte ein Börsianer. “Eine technische Gegenreaktion wäre daher nur normal.”

Da sich am unsicheren Umfeld nichts geändert habe, warteten die Anleger ab. Nach wie vor stehe Italien und der Handelsstreit mit den USA im Fokus der Anleger.

Am Mittwoch will der neue italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte der Abgeordnetenkammer das Regierungsprogramm vorstellen. Am Dienstag hatte er es dem Senat dargelegt und radikale Änderungen angekündigt.

Die Zurückhaltung der Anleger könnte noch etwas anhalten. Kommende Woche beraten die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank (EZB) über die zukünftige Geldpolitik.

Gewinner und Verlierer hielten sich bei den Standardwerten die Waage. Die Kursänderungen waren aber auf weniger als ein Prozent limitiert.

Noch keine Käufer fanden die Genussscheine von Roche. Der Pharmawert, der seit Jahresanfang mehr als zwölf Prozent eingebüsst und am Dienstag ein Fünfjahrestief markiert hat, notierte unverändert bei 210,20 Franken. Roche habe bei dem wichtigen Onkologenkongress ASCO in den USA keinen grossen Auftritt gehabt, kommentierte Michael Nawrath von der Zürcher Kantonalbank (ZKB). “Das Rennen um das Geschäft mit Immun-Onkologie beim Lungenkrebs ging verloren.”

Die Aktien von Rivale<Novartis waren um 0,2 Prozent höher. Novartis habe auf der ASCO einen bescheidenen Auftritt gehabt, so die ZKB. Nestle, ein weiteres defensives Schwergewicht, gab um 0,3 Prozent nach.

Auch bei den Banken, die am Vortag ebenfalls unter Druck standen, blieb eine nennenswerte Gegenbewegung aus: Credit Suisse sanken ein Viertelprozent und UBS rückten geringfügig vor.

Die Assekuranztitel waren wenig verändert. Swiss Re ermässigten sich um 0,25 Prozent. Der Rückversicherer emittiert eine Wandelanleihe über 500 Millionen Dollar mit einer Laufzeit von sechs Jahren.

Mehrheitlich festere Kurse verbuchten Aktien zyklischer Firmen. Richemont und SGS gewannen gegen ein Prozent. ABB ermässigten sich gegen den positiven Trend um 0,2 Prozent.

Am breiten Markt stachen die Papiere von Forbo mit einem Kursplus von 1,8 Prozent heraus. Der Verwaltungsrat des Belag- und Klebstoffherstellers will das bestehende bis 2020 laufende Aktienrückkaufsprogramm über eine zweite Handelslinie fortführen und entsprechend maximal 116.895 Namenaktien oder 6,49 Prozent des Aktienkapitals zurückkaufen.

Die Anteile von U-blox gewannen drei Prozent auf 201,40 Franken. Credit Suisse stufte den Technologiewert auf “Outperform” von “Neutral” hoch und hob das Kursziel auf 227 von 190 Franken.

Schindler rückten mit Unterstützung einer Kaufempfehlung von Goldman Sachs um 2,7 Prozent vor. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber;)

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