June 8, 2018 / 7:51 AM / 4 months ago

Schweizer Anleger ziehen sich vor G7-Gipfel zurück

Zürich, 08. Jun (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Freitag nachgegeben. Nach wie vor sorgten sich die Anleger um den Handelsstreit der USA mit Europa und China, sagten Händler. Da bei dem heute beginnenden Gipfel der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen (G7) in Quebec nicht mit einem Durchbruch gerechnet werde, zögen sich Investoren aus dem Markt zurück. Bei dem Gipfel droht am Wochenende wegen der harten US-Haltung beim Thema Schutzzölle Streit auf offener Bühne. Zudem löse auch die Lage in Italien keine grosse Kauflust bei den Investoren aus. Der SMI fiel um 0,9 Prozent auf 8469 Punkte. Am Vortag hatte der Leitindex praktisch unverändert geschlossen. Damit steuert der SMI auf die vierte Woche in einer Reihe mit einem Verlust zu.

Ebenfalls im Blick haben die Anleger die Zentralbanktermine der kommenden Woche. Am Mittwoch veröffentlicht die US-Notenbank Fed ihren Zinsbeschluss. Mehrheitlich wird eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte erwartet. Von der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag erwarten die Marktteilnehmer, dass die Währungshüter das Ende ihrer Anleihekäufe ankündigen werden.

Sämtliche Standardwerte gaben nach. Am besten schlugen sich die Anteile von Swiss Re, die um 0,1 Prozent auf 87,14 Franken nachgaben. Die Bank Vontobel hat den Titel des Rückversicherers mit einem Kursziel von 103 Franken zum Kauf empfohlen.

Andere Versicherungsaktien verloren gegen ein Prozent an Wert. Die Aktien der Banken gaben um mehr als ein Prozent nach. Credit Suisse wurden um 1,5 Prozent und UBS um 1,1 Prozent tiefer bewertet. Bei den Anteilen der Vermögensverwalter, die am Vortag gesucht waren, strichen die Anleger Gewinne ein. EFG fielen um 1,6 Prozent und Vontobel um 1,4 Prozent.

Weiterhin gemieden wurden auch die Papiere der als krisenresistent geltenden Schwergewichte: Der Nahrungsmittelriese Nestle verlor ein halbes Prozent an Wert. Der Pharmakonzern Novartis wurde um 0,7 Prozent geringer bewertet. Roche büssten 1,4 Prozent ein und fielen auf 209,80 Franken - der tiefste Stand seit mehr als fünf Jahren. “Es ist enttäuschend, dass gute Produktmeldungen überhaupt keinen Einfluss auf die Kurse haben”, sagte ein Händler. Das Mittel Lutathera von Novartis hat bei Patienten mit einer speziellen Form von Krebs (NET) im fortgeschrittenem Stadium die Lebensqualität verbessert. Die US-Behörde FDA hat das Roche-Mittel Rituxan zur Behandlung der Hautkrankheit Pemphigus Vulgaris genehmigt. Vorbörslich wurden die zwei Titel etwas weniger tief indiziert als der Gesamtmarkt.

Die Aktien zyklischer Firmen schwächten sich um gegen ein Prozent ab. Der Titel des Zementkonzerns LafargeHolcim sank um 0,5 Prozent. Die Aktien scheiden per 18. Juni aus dem französischen Leitindex CAC 40 aus.

Die Aktien von Meyer Burger verloren 2,3 Prozent. Gemäss einer Reuters-Umfrage bei Projektentwicklern streichen amerikanische Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien wegen Importzöllen auf chinesischen Solarmodulen Investitionen zusammen. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber;)

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