July 30, 2018 / 8:57 AM / 4 months ago

Schweizer Börse zieht an - Oerlikon steigt nach Spartenverkauf

Zürich, 30. Jul (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Montag nach einer schwächeren Eröffnung Tritt gefasst und leicht zugelegt. Das Geschäft verlaufe aber relativ ruhig, sagte ein Händler. Da am Mittwoch, an dem die Börse wegen des Schweizer Nationalfeiertags geschlossen bleibt, die US-Notenbank die Ergebnisse ihrer geldpolitischen Beratungen veröffentlicht, hielten sich die Anleger zurück. “Ein nächster Zinsschritt in den USA gilt derzeit als ausgemacht. Dies aber erst im September”, kommentierte die Thurgauer Kantonalbank.

Der SMI notierte um 0,1 Prozent höher bei 9181 Zähler. Am Freitag war der Leitindex um 0,4 Prozent gestiegen und hatte die Woche mit einem Plus von 0,4 Prozent beendet.

Neben der Fed könnte eine Reihe von Firmenbilanzen für Kursbewegungen sorgen, hiess es am Markt. “Die Anleger reagieren ziemlich kritisch auf Firmenbilanzen”, sagte ein Händler. Wer die Erwartungen nicht übererfülle, dessen Aktien würden gnadenlos abgestraft. Bis anhin hätten vor allem Grosskonzerne die Erwartungen allerdings nicht enttäuscht.

Auf dem Programm stehen am Dienstag unter anderen die Grossbank Credit Suisse, der Computerzubehör-Hersteller Logitech, der Asset-Manager GAM, die Onlinebank Swissquote, die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Elektrokomponenten-Firma Lem.

Im Fokus stand der Anlagenbauer Oerlikon, dessen Aktien um 3,5 Prozent stiegen. Das Unternehmen verkauft seine Getriebesparte für rund 600 Millionen Franken an den amerikanischen Automobilzulieferer Dana. Oerlikon wollte die Getriebe-Tochter ursprünglich an die Schweizer Börse bringen, war mit diesen Plänen im Juli aber an zu geringem Anleger-Interesse gescheitert. “Wir begrüssen diesen Schritt”, erklärte Vontobel-Analyst Michael Foeth. Oerlikon erhalte ein schärferes Profil und die klare Ausrichtung etwa auf Oberflächenbehandlung sollte von den Anlegern positiv bewertet werden.

Rund die Hälfte der 20 Standardwerte gaben nach. Die Anteile von Swisscom stiegen um 1,2 Prozent auf 467,20 Franken zu. UBS hob die Empfehlung für den Telekomkonzern auf “Buy” von “Neutral” an. Das lautet 501 Franken.

Gefragt waren auch die Versicherungstitel Swiss Re, Swiss Life und Zurich sowie die Anteile der Pharmariesen Novartis und Roche. Die Kurszuwächse betrugen aber weniger als ein Prozent.

Gewinnmitnahmen drückten die Titel von LafargeHolcim ein Prozent ins Minus. Der Zementhersteller hatte am Freitag nach einem guten Zwischenbericht 2,6 Prozent an Wert gewonnen.

Die Aktien von Swatch schwächten sich um 0,5 Prozent ab. Der Uhrenhersteller zieht sich von der internationalen Uhren- und Schmuckmesse in Basel zurück. “Die Swatch Group hat beschlossen, ab 2019 nicht mehr an der BaselWorld präsent zu sein”, sagte Konzernchef Nick Hayek der “NZZ am Sonntag”. Es sei alles “transparenter, schnelllebiger und spontaner” geworden. “Die traditionellen, jährlichen Uhrenmessen sind darum für uns nicht mehr sinnvoll.” BaselWorld wird von MCH Group organisiert. Die Aktien des Messebetreibers sackten 15 Prozent ab.

Die Aktien von Credit Suisse stiegen am Tag vor der Quartalsbilanz um 0,2 Prozent. Der Titel von Rivale UBS, der vergangene Woche über das erste Halbjahr berichtet hatte, ermässigte sich um 0,1 Prozent.

Die Inficon-Anteile sanken um vier Prozent auf 473,20 Franken. Credit Suisse hat das Kursziel auf 490 von 560 Franken gesenkt. Die Empfehlung lautet “Underperform”. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul arnold)

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