August 2, 2018 / 6:21 AM / 2 months ago

Negativ-Vorgaben dürften Schweizer Börse belasten

Zürich, 02. Aug (Reuters) - An der Schweizer Börse werden am Donnerstag tiefere Kurse erwartet. Den negativen Vorgaben aus Fernost werde sich die Schweiz nicht entziehen können, sagten Händler. Die neue Runde im Handelsstreit zwischen den USA und China schickte die Börse in Schanghai auf Talfahrt. Die US-Regierung hat einen Strafzoll von 25 Prozent auf chinesische Einfuhrgüter im Wert von 200 Milliarden Dollar ins Spiel gebracht - das ist mehr als doppelt so viel wie bislang angekündigt.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,2 Prozent tiefer mit 9153 Punkten. Der SMI Future notierte mit 9102 Zählern um 0,8 Prozent niedriger. Am Mittwoch war die Schweizer Börse wegen des Nationalfeiertags geschlossen. Am Dienstag hatte der Leitindex um 0,1 Prozent höher mit 9174 Punkten geschlossen.

“Der Handelsstreit der USA geht in eine neue Runde. Das dürfte uns am meisten beschäftigen”, sagte ein Händler. “Auch wenn dieses ‘wie du mir so ich dir’ nicht in absehbarer Zeit zu Ende gehen wird, ist in unserem Basisszenario kein ausgewachsener Handelskrieg vorgesehen”, kommentierten die Analysten der Credit Suisse die neuste Entwicklung.

Kaum Einfluss haben dürfte die Entscheidung der US-Notenbank Fed, die Zinsen unverändert zu belassen. Die Währungshüter signalisierten den Finanzmärkten aber eine Erhöhung im September. Die Credit Suisse rechnet mit zwei weiteren Zinserhöhungen im Jahr 2018. Die Aktien der VAT Group wurden vorbörslich um acht Prozent tiefer indiziert. Der Vakuum-Ventilhersteller hat im ersten Halbjahr den Umsatz um 18 Prozent auf 386,6 Millionen Franken gesteigert. Der Gewinn erhöhte sich um zwei Fünftel auf 83,6 Millionen Franken. Damit habe VAT die Erwartungen erfüllt, hiess es. Die Gruppe erwartet neu ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich und eine Ebitda-Marge auf dem Halbjahresniveau (von 31,6 Prozent). Der Nettogewinn dürfte aber deutlich zunehmen. “Das Haar in der Suppe ist der Auftragseingang”, sagte ein Händler. Dieser sei mit 381 Millionen Franken tiefer ausgefallen, als am Markt mit 426 Millionen Franken erwartet worden sei. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber; Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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