August 3, 2018 / 7:55 AM / 13 days ago

Schweizer Börse gibt leicht nach, Anleger trennen sich von Swiss Re

Zürich, 03. Aug (Reuters) - Die Schweizer Börse hat ihre gemächliche Talfahrt am Freitag fortgesetzt. Die Halbjahreszahlen des Rückversicherers Swiss Re vermochten die Anleger nicht zu begeistern, sagten Händler. Zudem schreckten viele Investoren angesichts des nach wie vor schwelenden Handelskonflikts vor grösseren Anschaffungen zurück. Der SMI gab 0,2 Prozent auf 9133 Punkte nach. Auch am Donnerstag hatte der Leitindex wegen der Angst vor einer Eskalation des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits Terrain eingebüsst und 0,2 Prozent im Minus geschlossen.

Für Handelsimpulse könnten im Lauf des Tages auch Konjunkturdaten aus Europa und den USA sorgen. Erwartet werden die Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Euro-Zone. In den USA steht der monatliche Arbeitsmarktbericht der US-Regierung auf der Agenda, den die Anleger auf Hinweise zur US-Geldpolitik abklopfen dürften.

In der Schweiz verbuchte Swiss Re wegen einer Umstellung in der Rechnungslegung einen Gewinnrückgang. Dieser schrumpfte um 17 Prozent auf eine Milliarde Dollar. Analysten hatten mit etwas mehr gerechnet. Die Aktien gaben 2,4 Prozent nach. Die Experten der Bank Vontobel sprachen von gemischten Zahlen. Der geplante Börsengang des Geschäfts mit geschlossenen Lebensversicherungsbeständen in Grossbritannien schaffe jedoch Wert und setzte Kapital frei.

Zu den Gewinnern im Leitindex zählten zyklische Werte wie die Titel des Elektrokonzerns ABB, der Personalvermittlungsfirma Adecco, des Zementkonzerns LafargeHolcim und der Bautechnikfirma Geberit. Gefragt waren darüber hinaus Finanzwerte - allen voran Julius Bär mit einem Kursplus von knapp einem Prozent. Auch die Aktien der Grossbanken UBS und Credit Suisse waren festern. Die Titel des Vermögensverwalters GAM Holding setzten jedoch ihre Talfahrt fort und gaben erneut 2,8 Prozent nach. Bei dem Institut wollten Investoren nach dem Abgang eines Fondsmanagers zuhauf Gelder aus Anleihen-Fonds abziehen. Daraufhin setzte GAM den Handel mit den betroffenen Fonds aus.

Indexschwergewicht Nestle legte 0,4 Prozent zu. Die Titel von Novartis sanken, während die Papiere von Roche leicht im Plus lagen. Der Pharmakonzern hat für sein Mittel RG6042 zur Behandlung von Patienten mit der Huntington-Krankheit von der europäischen Arzneimittelbehörde den Status eines Prime-Medikaments erhalten.

Darüber hinaus sorgten auch bei den Nebenwerten Halbjahreszahlen für Handelsimpulse: Die Aktie von Interroll legte gut drei Prozent zu, nachdem die Logistiksysteme-Firma ihren Gewinn im ersten Halbjahr um gut ein Fünftel auf 18,6 Millionen Franken gesteigert hat.

Weniger gut kamen die Halbjahreszahlen des Duty-Free-Shopbetreibers Dufry an, der sein Betriebsergebnis in den ersten sechs Monaten 2018 um gut 38 Prozent auf 125 Millionen Franken gesteigert hat. Die Vontobel-Analysten sprachen jedoch von einer Verlangsamung des organischen Wachstums im zweiten Quartal. Die Aktie gab gut vier Prozent nach. (Reporter: Angelika Gruber; redigiert von Paul Arnold)

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