August 8, 2018 / 8:14 AM / 10 days ago

Handelsstreit trübt Stimmung an Schweizer Börse ein

Zürich, 08. Aug (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch nachgegeben. Der Handelsstreit der USA mit China und die Spannungen zwischen den USA und dem Iran dämpften laut Händlern die Kauflust der Investoren. “Es gibt einfach zu viele Unsicherheitsfaktoren, die die Investoren vorsichtig stimmen.” Der SMI sank 0,4 Prozent auf 9160 Zähler. Am Dienstag hatte der Leitindex 0,6 Prozent höher geschlossen.

Seit Dienstag sind US-Sanktionen in Kraft. Dem Iran ist es nun unter anderem verboten, US-Dollar zu kaufen und mit Gold, Metallen, Kohle und Industrie-Software zu handeln. Zudem warnte US-Präsident Donald Trump Firmen vor Verstössen gegen die neuen Strafmassnahmen. Die Öllieferungen aus dem Iran sollen ab November versiegen.

Im Fokus der Anleger stehen weiterhin Aktien von Firmen, die Ergebnisse präsentieren. Die Pharmafirma Vifor hat zwar die Erwartungen der Analysten bei Umsatz und Gewinn übertroffen, sich aber weniger positiv über die weitere Entwicklung geäussert, als erwartet. Die Aktie sackte daher um vier Prozent ab. “Da sind auch Gewinnmitnahmen mit dabei. Der Kurs ist im laufenden Jahr um mehr als 50 Prozent gestiegen”, sagte ein Händler.

Fester waren die Anteile von Schmolz + Bickenbach mit einem Plus von 2,4 Prozent. Der Stahlkonzern hat im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn stärker als erwartet gesteigert und die Prognose angehoben.

Die beiden Pharmariesen Novartis und Roche belasteten den Markt mit Kurseinbussen von 0,6 und 1,2 Prozent. Damit war der Hauptteil des Indexrückgangs den zwei Schwergewichten geschuldet.

Tiefere Kurse verbuchten zudem die Versicherer Swiss Re, Zurich und Swiss Life sowie die Banken UBS, Julius Bär und Credit Suisse. Sie sanken um gegen ein halbes Prozent.

Fester tendierten die Anteile der zyklischen Firmen ABB, Swatch, Richemont und SGS.

Die Titel von Adecco sanken um 0,2 Prozent. Der Personaldienstleister veröffentlicht am Donnerstag den Quartalsbericht. Von Reuters befragte Analysten erwarten einen Gewinnrückgang um zehn Prozent.

Am breiten Markt belasteten Gewinnmitnahmen die Aktien von Oerlikon mit 3,4 Prozent. Der Anlagenbauer hatte nach dem am Dienstag veröffentlichten Zwischenbericht kräftig an Wert gewonnen.

Eine Verkaufsempfehlung der Credit Suisse liess die Anteile von DKSH um sieben Prozent einbrechen. Aryzta sackten nach einer Kurszielsenkung der CS um 3,5 Prozent ab. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber; Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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