September 5, 2018 / 8:03 AM / 21 days ago

Schweizer Börse setzt Abwärtstrend fort

Zürich, 05. Sep (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch erneut schwächer tendiert. Vor einer weiteren Runde der Verhandlungen im Handelsstreit zwischen den USA und Kanada wollten sich die Anleger nicht unnötigen Risken aussetzen, sagten Händler. Der SMI notierte mit 8925 Punkten um 0,3 Prozent tiefer. Am Dienstag war der Leitindex um 0,6 Prozent gefallen, weil Anleger aus Furcht vor einer Eskalation des Zollstreits Positionen abgebaut hatten.

Der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau lehnt Zugeständnisse in Kernfragen bei den Gesprächen um die Neuauflage des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta ab. Unabhängig davon rechnen Börsianer damit, dass US-Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen neue Strafzölle auf chinesische Importe im Volumen von 200 Milliarden Dollar verhängt.

Vor diesem Hintergrund blicken Investoren gespannt auf die Daten zur US-Handelsbilanz am Nachmittag (MESZ). Impulse dürften auch vom Barometer für die Stimmung der Einkaufsmanager im deutschen Dienstleistungssektor sowie den europäischen Einzelhandelsumsätzen ausgehen, hiess es am Markt.

Die Mehrheit der Standardwerte gab nach. Zu den wenigen Gewinnern zählten die Aktien der Banken UBS mit einem Zugewinn von 0,7 Prozent und der Credit Suisse mit 0,2 Prozent Kursplus. Die Anteile des Telekomkonzerns Swisscom und des Pharmariesen Roche gewannen ebenfalls leicht an Wert hinzu.

Unter Druck standen die Aktien des Vermögensverwalters Julius Bär mit einem Minus von 1,5 Prozent. Versicherungen gaben mehrheitlich ebenfalls Terrain preis.

Aktien zyklischer Firmen wie des Zementproduzenten LafargeHolcim oder des Elektrotechnikkonzerns ABB gaben gegen ein Prozent nach. Auch die Scheine des Personalvermittlers Adecco, des Bauchemiekonzerns Sika und der Inspektionsgesellschaft SGS schwächten sich ab. Die Titel des Luxusgüterherstellers Richemont verloren 0,9 Prozent. Die Aktien von Mitbewerber Swatch hielten sich mit minus 0,2 Prozent etwas besser. Die SMI-Schwergewichte Nestle und Novartis schwächten sich um 0,8 Prozent ab.

Am breiten Markt sackten Temenos um 2,4 Prozent ab auf 167,70 Franken. Jefferies hat die Abdeckung des Herstellers von Bankensoftware mit dem Rating “Sell” und dem Kursziel von 120 Franken gestartet.

Kuros sackten um sieben Prozent ab. Die Pharmafirma hat den Verlust im ersten Halbjahr auf 5,2 von sieben Millionen Franken im Vorjahreszeitraum reduziert. Die Barreserven schrumpften auf 9,7 von zuvor 21,4 Millionen Franken.

Die Aktien von Kudelski stiegen um 1,2 Prozent. Der Telekomkonzern Vodafone nutzt die NAGRA Security Services Platform (SSP) der Schweizer Firma. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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