September 6, 2018 / 8:00 AM / in 2 months

Schweizer Börse startet leichter

Zürich, 06. Sep (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Donnerstag ihren Abwärtstrend fortgesetzt. Der Handelsstreit der USA mit Kanada, China und Europa sei ungelöst und das dämpfe den Risikoappetit der Anleger, sagte ein Händler. “Es gibt keinen Grund, warum man bereits wieder höhere Risiken fahren sollte.” Der SMI sank um 0,3 Prozent auf 8845 Punkte. Am Mittwoch war der Leitindex um 0,9 Prozent gefallen.

Marktteilnehmer befürchten, dass US-Präsident Donald Trump noch in dieser Woche neue Zölle auf chinesische Importe im Volumen von 200 Milliarden Dollar verhängen und die Volksrepublik zur Vergeltung mit ähnlichen Schritten reagieren wird.

Sollten die Zollstreitigkeiten beigelegt werden, wäre der Weg frei für steigende Kurse, sagte ein Händler. Die Firmengewinne nehmen zu und die Konjunktur brummt nach wie vor. Die Schweizer Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent und damit deutlich stärker, als Analysten mit 2,4 Prozent geschätzt hatten. Am Nachmittag werden in den USA die Zahlen des privaten Arbeitsmarkt-Dienstleisters ADP veröffentlicht. Sie gelten als Indikator für die am Freitag erwarteten amtlichen US-Jobdaten.

Bei den Bluechips hielten sich Gewinner und Verlierer die Waage. Gefragt waren die Aktien des Uhrenkonzerns Swatch, die nach den jüngsten Verlusten um 0,5 Prozent stiegen. Auch die Anteile von Mitbewerber Richemont rückten 0,4 Prozent vor.

Die Aktien der Banken gaben nach dem Anstieg vom Vortag nach. Credit Suisse verlor 0,6 Prozent an Wert und UBS 0,5 Prozent.

Die als krisensicher geltenden Indexschwergewichte schwächten sich ab. Die Roche-Scheine verloren 0,6 Prozent. Der Pharmakonzern muss bei seiner Krebs-Immuntherapie Tecentriq einen Rückschlag verkraften. In den USA dauert das Zulassungsverfahren für die Arznei zur Behandlung einer bestimmten Form von Lungenkrebs drei Monate länger als geplant. Die Arzneimittelbehörde FDA brauche Zeit, um die zusätzlich angeforderten Informationen zur Kombinationsbehandlung der Medikamente Tecentriq plus Avastin plus einer Chemotherapie zu prüfen.

Die Novartis-Aktien schwächten sich um 0,2 Prozent ab. Der Pharmakonzern hat einen Teil seines Generika-Geschäfts für 900 Millionen Dollar an die indische Firma Aurobindo Pharma verkauft.

Mit Nestle verlor auch der dritte SMI-Riese 0,4 Prozent an Wert. Die Aktien von Lindt & Sprüngli büssten 1,3 Prozent auf 77.600 Franken ein. Goldman Sachs hat das Kursziel für den Schokoladehersteller auf 62.000 von 64.000 Franken gesenkt und die Empfehlung “Sell” bekräftigt.

Zyklische Werte zeigten bei meist geringen Kursänderungen keine klare Richtung. Die Aktien von ABB, Adecco und Geberit waren etwas schwächer, während die von SGS, LafargeHolcim und Clariant etwas anzogen.

Am breiten Markt stiegen die Polyphor-Titel um ein Prozent. Die Pharmafirma ist im ersten Halbjahr mit einem Verlust von 20,8 Millionen Franken tiefer zwar in die roten Zahlen gerutscht. Die Finanzierung der Medikamentenpipeline ist bis zu den Schlüssel-Meilensteinen aber gesichert. Zudem steigt die Firma Novo Holdings bei dem Antibiotika-Hersteller ein. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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