September 7, 2018 / 8:26 AM / 2 months ago

Schweizer Börse schwenkt auf Seitwärtskurs ein

Zürich, 07. Sep (Reuters) - An der Schweizer Börse sind die Abgaben der vergangenen Sitzungen am Freitag versiegt. Gefragt waren vor allem Titel mit einem wenig konjunkturempfindlichen Geschäftsmodell. Der SMI stieg um 0,2 Prozent auf 8832 Punkte.

Trotz dem leichten Anstieg seien viele Anleger aber immer noch vorsichtig und scheuten vor Käufen am Aktienmarkt zurück, sagten Händler. Nach wie vor hielten die Handelsstreitigkeiten der USA mit China und anderen Ländern die Märkte in Atem. US-Präsident Donald Trump hat mit neuen Zöllen auf chinesische Importe im Volumen von 200 Milliarden Dollar gedroht. Zudem will Trump laut einem Bericht des Fernsehsenders CNBC den Handel mit Japan auf den Prüfstand stellen.

Die Entwicklung am Nachmittag dürfte von den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten getrieben werden. Von den Daten erhoffen sich Anleger Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Zinserhöhungen in den USA. Von Interesse sei vor allem, ob die wegen der Handelskonflikte der USA mit anderen Wirtschaftsnationen aufkeimende Unsicherheit die Unternehmen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter bremse, erklärten Marktteilnehmer.

Bei den Schweizer Standardwerten überwogen die Kursgewinner. An der Spitze standen Julius Bär mit einem Plus von 0,8 Prozent. HSBC hatte die Empfehlung für die Aktien des Vermögensverwalters auf “Buy” von “Hold” erhöht. Ebenfalls gesucht waren die Titel des Telekomkonzerns Swisscom sowie von Givaudan. Der Aromenhersteller hält im Zuge des Übernahmeangebots inzwischen 98,06 Prozent des Aktienkapitals an Naturex. Die Schwergewichte Nestle und Roche rückten jeweils 0,3 Prozent vor. Novartis entwickelten sich verhaltener. Der Pharmakonzern erwartet durch den Verkauf eines Teils seines Generikageschäfts an die indische Firma Aurobindo eine Wertberichtigung von rund 70 Millionen Dollar.

Auf der Verliererseite waren die Grossbanken zu finden. UBS verloren 0,5 Prozent, Credit Suisse 0,1 Prozent. Credit Suisse-Konzernchef Tidjane Thiam will nicht in die Politik seines Heimatlands, der Elfenbeinküste, einsteigen und sieht den Job an der Spitze des zweitgrössten Schweizer Instituts als “langfristiges Engagement”.

Bei den kleineren Titeln verloren Schmolz+Bickenbach 4,6 Prozent. Der Stahlkonzern hat einen US-Regierungsauftrag im Wert von 420 Millionen Dollar verloren.

Auf den Kaufzetteln standen stattdessen kleinere Gesundheitswerte. Idorsia kletterten drei Prozent, Newron 2,2 Prozent. Kudelski rückten 0,7 Prozent vor. Die Westschweizer Firma liefert Technologie zum Betrieb eines Videodienstes an Eutelsat. (Reporter: Oliver Hirt; redigiert von Angelika Gruber. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168.)

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