September 10, 2018 / 7:53 AM / 2 months ago

Richemont und Novartis ziehen Schweizer Börse nach oben

Zürich, 10. Sep (Reuters) - Die Schweizer Börse ist am Montag mit höheren Kursen in die neue Woche gestartet. Der SMI stieg um 0,5 Prozent auf 8886 Zähler. Getragen wurden das Kursplus zu einem Gutteil von freundlichen Vorgaben aus Japan und von den Kursgewinnen der Richemont und Novartis-Aktien. Da der Handelsstreit nach wie vor als Bedrohung über den Märkten schwebe, könnte der anfängliche Schwung aber wieder verloren gehen, hiess es weiter. “Die Anleger fürchten sich weiter vor einer neuen Eskalationsrunde im Streit zwischen den USA und China”, sagte ein Börsianer.

Die Aktien von Richemont legten 1,5 Prozent zu. Der Luxusgüterkonzern steigerte den Umsatz in den ersten fünf Monaten (per Ende August) akquisitionsbedingt um 25 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Aber auch ohne den erstmals konsolidierten Internet-Händler Yoox-Net-A-Porter legte Richemont um zehn Prozent zu. Motor der Entwicklung war das Schmuckgeschäft. Die Genfer Gruppe holt sich ausserdem einen neuen Konzernchef aus den eigenen Reihen. Uhrenchef Jerome Lambert übernimmt den Posten, den zuvor von Verwaltungsratspräsident Johnann Rupert innehatte. Die Aktien von Rivale Swatch gewannen 0,2 Prozent.

Die Anteile von Novartis kletterten um gut ein Prozent nach oben auf 80,16 Franken. Bank of America Merrill Lynch stufte den Pharmawert auf “Buy” von “Underperform” hoch. Das Kursziel beträgt 100 Franken. Die Bank stufte dagegen den Genussschein von Roche auf “Neutral” von “Buy” herab. Der “Bon Roche” verlor 0,4 Prozent.

Die Aktien von Nestle, einem weiteren Schwergewicht, stiegen um 0,1 Prozent.

Uneinheitlich waren die Bankaktien: Credit Suisse legten unterstützt von einer Hochstufung von Barclays auf “Equal weight” von “Underweight” um 0,1 Prozent zu. Die Papiere von Rivale UBS sanken dagegen um 0,5 Prozent.

Die Assekuranzwerte tendierten meist freundlich. Swiss Re stiegen um 0,8 Prozent. Der Rückversicherer rechnet für das kommende Jahr mit einer weitgehend stabilen Preisentwicklung. “Wir glauben, dass im Preiszyklus für nicht-Lebensversicherungen ein Wendepunkt erreicht wurde”, erklärte Swiss-Re-Manager Edouard Schmid. Vorausgesetzt es gebe keine großen Katastrophen, dürften sich die Preise wenig ändern. Das Marktumfeld bleibe jedoch herausfordernd.

Bei den Aktien zyklischer Firmen setzte sich kein klarer Trend durch. Die Anteile des Elektrotechnikkonzerns ABB stiegen um 0,5 Prozent und die des Personalvermittlers Adecco sanken um ein halbes Prozent. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber; Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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