September 12, 2018 / 7:42 AM / 3 months ago

Schweizer Börse startet höher - SPS-Aktie fällt

Zürich, 12. Sep (Reuters) - Die Schweizer Börse ist am Mittwoch mit höheren Kursen gestartet. Positive Vorgaben von der Wall Street stimmten die Anleger zuversichtlich. Doch liessen sie sich trotzdem nicht aus recht der Deckung locken, sagten Händler. Nach wie vor hänge der Handelsstreit der USA mit anderen Ländern über den Märkten. “Die Anleger dürften mit gedrosselter Geschwindigkeit unterwegs sein”, sagte ein Börsianer. Der SMI stieg um 0,4 Prozent auf 8949 Punkte. Am Dienstag war der Leitindex um 0,2 Prozent gefallen. Die Anleger verhielten sich wohl auch vorsichtig, weil die US-Notenbank Fed am Abend (MESZ) ihren Konjunkturbericht, das Beige Book, veröffentlicht. Davon erhoffen sie sich Aufschluss unter anderem darüber, wie sich der Handelsstreit auf die Konjunktur ausgewirkt haben könnte.

Martin Blessing, Vermögensverwaltungs-Co-Chef bei der Grossbank UBS warnte vor negativen Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den USA und China auf die Finanzmärkte. Vor allem asiatische Investoren seien beunruhigt, sagte Blessing in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. “Der chinesische Aktienmarkt hat dieses Jahr ziemlich verloren.” Längerfristig könne der Handelsstreit zu weiteren geopolitischen Spannungen führen und die Weltwirtschaft bremsen.

Die Ankündigung einer Kapitalerhöhung belastete die Aktien Swiss Prime Site mit 1,5 Prozent. Die Immobiliengesellschaft plant eine Bezugsrechtskapitalerhöhung über 330 Millionen Franken. Der Bezugspreis liegt bei 74 Franken je Namenaktie, das Angebot läuft bis 26. September.

Bei den Standardwerten legten die Aktien von Richemont und Swatch um rund ein Prozent zu. Die beiden Luxusgüterwerte waren am Vortag unter die Räder geraten.

Weiterhin gefragt waren die Papiere von Novartis, die um 0,7 Prozent anzogen. Seit Tagen befindet sich der Pharmawert im Aufwind. Das Marktschwergewicht hat seit Montag rund vier Prozent gewonnen.

Kaum verändert waren die Anteile der Banken: Credit Suisse ermässigten sich um 0,1 Prozent und UBS waren stabil. Bei den Versicherungen gab es ebenfalls keine stärkeren Kursausschläge.

Am breiten Markt stiegen die Anteile von Barry Callebaut um mehr als vier Prozent, nachdem UBS die Verkaufsempfehlung ausgesetzt hatte und den Titel nun mit “Neutral” einstuft.

Die Papiere von Leclanche stiegen um drei Prozent. Die auf Ladestationen für Elektroautos spezialisierte Firma EV Network hat den Batteriehersteller als bevorzugten Partner für ein Projekt in Grossbritannien ausgewählt. Dabei sollen ultraschnelle Ladestationen aufgestellt werden.

Die Aufnahme in den EPRA Global Real Estate Index verhalf den Aktien der Immobilienfirma Hiag laut Händlern zu einem Kursplus von zwei Prozent.

Die Titel des Agrartechnikunternehmens Bucher sackten um fünf Prozent ab. Berenberg hat die Empfehlung auf “Sell” von “Hold” herabgesetzt. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Myria Mildenberger; Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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