September 14, 2018 / 7:54 AM / 2 months ago

Hoffnungskäufe schieben Schweizer Börse an

Zürich, 14. Sep (Reuters) - Die Schweizer Börse hat zum Wochenschluss etwas fester tendiert. Neue Hoffnung auf eine Entspannung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit ermuntere die Anleger zu Käufen. Zur Stimmungsaufhellung trage ausserdem auch die unerwartet deutliche Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom Vortag bei. “Dies hat etwas Druck vom Euro genommen, was sich schwächend auf den Franken auswirkt”, sagte ein Händler.

Der SMI stieg um 0,3 Prozent auf 8983 Punkte. Am Donnerstag hatte der Leitindex unverändert geschlossen.

Die USA hatten China zu neuen Gesprächen über die Beilegung des Handelsstreits eingeladen. Zeit und Ort blieben allerdings zunächst unklar. Zusätzlich erhoffen sich die Anleger Impulse von Konjunkturdaten. Auf dem Terminplan stehen vor allem die US-Einzelhandelsumsätze und das Verbrauchervertrauen. Von den Zahlen erhoffen sich Börsianer Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Zinserhöhungen der Notenbank Fed. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrössten Volkswirtschaft. “Je nach dem wie die Zahlen aufgenommen werden, könnten wir sogar die psychologisch-charttechnisch wichtige Marke von 9000 Punkten zurückerobern”, sagte ein Börsianer.

Die meisten Bluechips tendierten freundlich. Die Kursgewinne waren auf weniger als ein Prozent limitiert. An der Spitze standen die Anteile von ABB. SocGen hat den Titel des Elektrotechnikkonzerns auf “Buy” von “Hold” und das Kursziel auf 26,50 von 23,50 Franken erhöht.

Dahinter folgten die Anteile der Banken: Credit Suisse stiegen um 0,7 Prozent, Julius Bär gewannen 0,6 Prozent und UBS rückten um 0,4 Prozent vor. SNB-Präsident Thomas Jordan hat sich für eine Überprüfung der im Nachgang der Finanzkrise eingeführten internationalen Regulierung bei Banken ausgesprochen. “Nach zehn Jahren ist es sicher legitim zu überprüfen, ob gewisse Regulierungen allenfalls unnötig sind und wie die Regulierungskosten optimiert werden könnten”, sagte er in einem Interview mit der “NZZ”. “Etwas weniger Regulierung täte der Branche bestimmt gut”, sagte ein Händler.

Auf den Kaufzetteln standen auch die Anteile der Sanitärtechnikfirma Geberit, des Luxusgüterkonzerns Richemont und der Zementproduzent LafargeHolcim.

Dagegen schwächten sich die Titel des Riechstoffherstellers Givaudan, des Versicherers Zurich und des Telekomunternehmens Swisscom mit Abschlägen von weniger als 0,5 Prozent ab.

Die Aktien von Aryzta schwächten sich um 0,5 Prozent ab. Der Backwarenhersteller hat sich mit seinen Kreditgebern im Zusammenhang mit den geplanten Kapitalmassnahmen auf neue Kreditbedingungen geeinigt. Doch erwächst der Kapitalerhöhung von bis zu 800 Millionen Euro Opposition. Gregor Joos und seine Beteiligungsgesellschaft Larius Capital schlagen gemäss Medienberichten anstelle der Kapitalerhöhung den Verkauf des US-Geschäfts und der Beteiligung am französischen Tiefkühlproduktehersteller Picard vor. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber;)

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