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Schweizer Börse auf Erholungskurs - Warten auf Zentralbankertreffen
22. August 2017 / 08:23 / vor einem Monat

Schweizer Börse auf Erholungskurs - Warten auf Zentralbankertreffen

Zürich, 22. Aug (Reuters) - Die Schweizer Börse hat nach den jüngsten Einbussen auf den Erholungspfad eingeschwenkt. Viele Anleger erachteten die tieferen Kurse als günstige Einstiegschance, sagten Händler. Vor dem alljährlichen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming in der zweiten Wochenhälfte wollten sie sich aber trotzdem nicht voll engagieren. Von dem Treffen erhoffen sie sich Hinweise auf die künftige Geldpolitik.

Der SMI legte um 0,6 Prozent auf 8936 Punkte zu. Am Montag hatte er nach anfänglicher Schwäche um 0,1 Prozent höher geschlossen. Unsicherheit über die US-Wirtschaftspolitik und die schwelenden Nordkorea-Krise hatten die Anlagebereitschaft gedämpft.

Ob die anfänglichen Gewinne aber gehalten werden könnten, hänge stark davon ab, ob Anschlusskäufe einsetzen, sagte ein Händler. “Sollten aber einmal mehr die Anschlusskäufe ausbleiben, könnte das die Bären dazu motivieren, im weiteren Wochenverlauf eine neue Attacke zu starten”, sagte ein Händler.

Viele Marktteilnehmer seien mangels anderer Impulse dazu übergegangen, nach der charttechnischen Entwicklung zu handeln. “Wir bewegen uns seit Monaten innerhalb einer Spanne von etwa 8800 bis 9150/200 Punkten auf und ab. Und man ist gut gefahren, wenn man sich an diesen Eckpunkten orientiert hat”, sagte ein Händler. Daher dürfte die Erholung noch um gut 100 Punkte weitergehen.

Getragen wurde der Anstieg vor allem von den als krisensicher geltenden und schwergewichtigen Pharmatiteln Novartis und Roche mit einem Kursgewinn von 0,7 und 0,9 Prozent. Mit den Aktien des Pharmazulieferers Lonza, des Nahrungsmittelriesen Nestle, des Duft- und Aromaherstellers Givaudan und des Telekomkonzerns Swisscom waren weitere defensive Werte gefragt. Sie gewannen ein bis zwei Prozent.

Die Aktien der Banken Credit Suisse und UBS rückten um 0,2 respektive um 0,7 Prozent vor. Die Assekuranzwerte tendierten meist freundlich. Swiss Re gewannen 0,6 Prozent.

Die Anteile zyklischer Firmen zeigten sich mehrheitlich ebenfalls fester. Die Aktien des Luxusgüterherstellers Richemont stiegen um 1,2 Prozent und die Titel des Uhrenkonzerns Swatch wurden um 0,5 Prozent höher gehandelt. Im Juli stiegen die Uhrenexporte um 3,6 Prozent. Das ist zwar etwas weniger stark als die Zürcher Kantonalbank (ZKB) mit 5,4 Prozent erwartet hat. Aber es ist der dritte Monat hintereinander mit steigenden Exporten und zeigt nach Einschätzung der Oberzolldirektion, dass sich die Erholung fortsetzt.

Die Papiere des Elektrotechnikkonzerns ABB, des Zementriesen LafargeHolcim, des Sanitärtechnikfirma Geberit und des Personaldienstleisters Adecco gewannen ein Prozent.

Am breiten Markt stachen die Aktien von Orior mit einem Kursgewinn von 4,7 Prozent hervor. Der Fleischverarbeiter hat im ersten Halbjahr besser als erwartet gearbeitet. .

Auch die Liechtensteiner VP Bank und die Schraubenhandelsfirma Bossard schnitten besser als erwartet ab und äusserten sich positiv zu den weiteren Aussichten, was den Aktien Auftrieb verlieh.

Dagegen brachen die Papiere von Huber+Suhner nach Vorlage der Zwischenbilanz um fünf Prozent ein. Bei dem Kabelspezialisten habe die Profitabilität nicht mit dem starken Wachstum mithalten können. Daher wollen Analysten ihre Schätzungen überprüfen. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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