23. August 2017 / 08:16 / vor einem Monat

Schweizer Börse gibt leicht nach - Emmi unter Druck

Zürich, 23. Aug (Reuters) - Die Schweizer Börse ist am Mittwoch nach einem gehaltenen Start im Verlauf leicht abgebröckelt. Zwar seien die Vorgaben aus den USA freundlich und der Franken habe sich gegenüber Euro und Dollar abgeschwächt, sagten Händler. Aber vor den im Laufe des Tages aus der Euro-Zone und den USA zur Veröffentlichung anstehenden Einkaufmanagerindizes und dem am Donnerstag beginnenden Symposium der Notenbanker im US-amerikanischen Jackson Hole wolle sich keiner zu weit aus dem Fenster lehnen, hiess es. Von den Konjunkturzahlen und den Zentralbankern erhofften sich die Investoren Hinweise auf die weitere Entwicklung der Geldpolitik in den USA und in Europa.

Der SMI sank um 0,25 Prozent auf 8940 Zähler. Am Dienstag war der Leitindex um 0,9 Prozent gestiegen.

Im Fokus der Anleger standen mangels anderer Impulse Aktien von Firmen aus der zweiten Reihe. Die Aktien von Emmi stürzten um 9,6 Prozent ab. Der Milchverarbeiter hat die Umsatzprognose gesenkt und auch beim Gewinn die Marktschätzungen leicht verfehlt. Die ZKB stufte das Rating auf “Untergewichten” von “Marktgewichten” herab.

Der Arzneimittelhersteller Siegfried enttäuschte ebenfalls beim Umsatz. Die Aktie büsste 4,3 Prozent ein.

Die Anteile von Zur Rose schwächten sich um 0,5 ab. Die Versandapotheke habe die Erwartungen der Analysten nicht ganz erfüllen können, erklärten Händler. Zur Rose habe mehr Verlust gemacht als angenommen.

Bei den Standardwerten schwangen Aktien zyklischer Firmen oben aus: Die Aktien des Zementkonzerns LafargeHolcim stiegen um 0,4 Prozent und der Elektrotechnikkonzern ABB gewann 0,2 Prozent an Wert. Auch die Titel des Personaldienstleisters Adecco und des Bauchemiespezialisten Sika wurden etwas höher gehandelt.

Bei den Finanzwerten tendierten die Versicherer freundlich. Zurich und Swiss Re gewannen 0,2 Prozent. Die Grossbanken Credit Suisse und UBS waren nahezu unverändert und Julius Bär hielten mit minus 1,4 Prozent die Rote Laterne.

Der Kurs von Geberit sank um 1,3 Prozent. RBC stufte ihr Rating für die Anteile der Sanitärtechnikfirma auf “Underperform” von “Sector perform” hinunter.

Die schwergewichtigen Pharmatitel Novartis und Roche waren um 0,4 Prozent im Minus. Der Lebensmitteltitel Nestle verlor 0,2 Prozent.

Am breiten Markt litten Aktien von Maschinen- und Anlagenbauern wie Oerlikon, Rieter, Georg Fischer und Schindler unter Gewinnmitnahmen.

Immobilienwerte traten auf der Stelle. PSP aber gewannen dank einer Kaufempfehlung der ZKB gut ein Prozent. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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