24. August 2017 / 08:32 / vor einem Monat

Schweizer Anleger halten sich vor Jackson Hole-Konferenz zurück

Zürich, 24. Aug (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Donnerstag wenig verändert tendiert. Vor Beginn des dreitägigen Treffens der Notenbanker im US-amerikanischen Jackson Hole, auf dem neben Fed-Chefin Janet Yellen auch EZB-Präsident Mario Draghi spricht, wollten sich die Marktteilnehmer nicht unnötigen Risiken aussetzen. Von der Konferenz erwarteten sie Hinweise auf die künftige Entwicklung der Geldpolitik in den USA und in Europa.

Der SMI gab anfängliche Gewinne mangels Anschlusskäufen wieder ab und notierte nach gut einer Stunde 0,1 Prozent tiefer mit 8953 Punkten. Am Mittwoch war der Leitindex um 0,1 Prozent gesunken.

Die Kursausschläge bei den Standardwerten hielten sich in Grenzen. Den stärksten Anstieg verbuchten die Titel von Givaudan mit plus 0,7 Prozent gefolgt von Lonza mit plus 0,6 Prozent. UBS hat die Analyse von Lonza mit dem Rating “Buy” wieder aufgenommen.

Der Titel von ABB stieg um 0,5 Prozent. Der US-Konzern General Electric hat Insidern zufolge die Verhandlungen für einen Verkauf seines Industrial-Solutions-Geschäfts an ABB wieder aufgenommen. GE habe seine Preiserwartungen gesenkt und peile nun einen Erlös von etwas mehr als zwei Milliarden Dollar an, statt den ursprünglich anvisierten mehr als drei Milliarden Dollar, sagten vier mit der Situation vertraute Personen.

Die Anteile der Pharmariesen zeigten trotz positiver Produktneuigkeiten keine stärkere Kursreaktion. Roche sanken geringfügig. Die US-Arzneimittelbehörde FDA gewährt nach positiven Studienergebnissen dem Medikament Emicizumab, einem Mittel gegen Hämophilie, die beschleunigte Zulassung.

Novartis schwächten sich um 0,1 Prozent ab. Der Pharmakonzern hat von der EU grünes Licht für das Mittel Kisqali zur Behandlung von lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem Brustkrebs erhalten.

Die Anteile von Nestle, einem weiteren Schwergewicht, sanken um 0,1 Prozent.

Uneinheitlich zeigten sich die Aktien der Banken. UBS stiegen um 0,1 und Credit Suisse sanken um 0,1 Prozent. Die Assekuranztitel schwächten sich meist leicht ab.

Grössere Kursänderungen gab es bei den Anteilen aus der zweiten Reihe. Implenia brachen nach einem enttäuschenden Ergebnis und einer Prognosesenkung um zehn Prozent ein. Im ersten Halbjahr verbuchte der Baukonzern ein negatives Ebit von 10,4 Millionen Franken nach einem Gewinn von 25,9 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum.

Deutlich höher waren die Aktien von Sunrise mit plus 6,6 Prozent. Die Telekomfirma habe die Erwartungen übertroffen, hiess es in einem Broker-Kommentar. Sunrise verbuchte mit 27 Millionen Franken einen doppelt so hohen Gewinn wie im Vorjahr, erhöhte die Prognose und stellte eine höhere Dividende in Aussicht.

Myriad sackten um sieben Prozent ab. Der Anbieter von Mobiltelefon-Software zieht weiterhin einen Rückzug von der Schweizer Börse SIX in Betracht. Der Umsatz werde sich 2017 stabil entwickeln. 2019 sollen die Erlöse wieder zulegen.

Komax büssten fünf Prozent ein. Das Betriebsergebnis der Kabelmaschinenfirma schrumpfte wegen des starken Wachstums und der Einführung neuer Produkte um 17 Prozent auf 25,4 Millionen Franken. Im zweiten Halbjahr will die Firma das Ergebnis aus dem ersten Halbjahr übertreffen. Es sei unklar, wie schnell Komax die Margen verbessern könne, erklärte Richard Frei von der Zürcher Kantonalbank (ZKB). (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber)

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