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Schweizer Börse wird schwächer erwartet - Novartis im Fokus
28. August 2017 / 06:20 / vor einem Monat

Schweizer Börse wird schwächer erwartet - Novartis im Fokus

Zürich, 28. Aug (Reuters) - An der Schweizer Börse werden zu Wochenbeginn niedrigere Kurse erwartet. US-Notenbankchefin Janet Yellen und EZB-Präsident Mario Draghi hätten es verpasst, auf dem Zentralbanken-Symposium in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming den Märkten neue Impulse zu geben, sagten Händler. Die Fed-Chefin hatte nicht die erhofften Signale zur Geldpolitik geliefert. Draghi hielt sich mit Äusserungen zu den umstrittenen Anleihekäufen der EZB bedeckt. “Jackson Hole endete ereignislos”, kommentierte die Credit Suisse.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,4 Prozent tiefer mit 8868 Zählern. Der SMI-Future sank ebenfalls um 0,4 Prozent auf 8877 Punkte. Am Freitag hatte der Leitindex 0,4 Prozent nachgegeben.

Wichtige Konjunkturzahlen stehen mit dem US-Arbeitsmarktbericht erst in der zweiten Wochenhälfte auf dem Programm. “Und bis dahin könnte der Dollar wohl weiter schwächeln, was sich negativ auf die Märkte auswirken dürfte”, sagte ein Händler.

Im Blick haben dürften die Anleger vor allem den Pharmakonzern Novartis sowie die Versicherer Swiss Re und Zurich. Im vorbörslichen Handel wurden Novartis-Aktien um 1,7 Prozent tiefer indiziert. Neue klinische Studienresultate wecken Zweifel am Potenzial eines neuen Herzmedikaments des Arzneimittelherstellers. Zwar reduzierte das Präparat Ilaris in einer spätklinischen Studie der Phase III das Risiko von Herzinfarkt- und Arteriosklerose-Patienten, eine Herzattacke, einen Schlaganfall oder tödliche Herzkreislauf-Probleme zu bekommen. Gleichzeitig bestand für die Behandelten aber ein erhöhtes Risiko, an einer Infektion zu sterben, wie die von Novartis am Sonntag beim europäischen Kardiologen-Kongress in Barcelona veröffentlichte Studienresultate zeigten.

Die Aktien von Swiss Re und Zurich wurden um jeweils 0,2 Prozent tiefer angeschrieben. In Texas sind durch den stärksten Sturm “Harvey” seit mehr als 50 Jahren mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Experten zufolge könnten die Hochwasserschäden in etwa so hoch ausfallen wie die bei “Katrina” 2005. Damals gab es versicherte Hochwasserschäden in Louisiana und Mississippi von 15 Milliarden Dollar. Die Energieproduktion im Herzen der US-Öl- und Gasindustrie wurde unterbrochen, mehrere Raffinerien stillgelegt.

Als einziger Standardwert etwas höher indiziert wurde Roche. Die US-Arzneimittelbehörde FDA prüfte das Medikament Gazyva in einem beschleunigten Verfahren zum Einsatz gegen bislang unbehandeltes follikuläres Lymphom. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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