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Schweizer Börse setzt Erholung fort - Novartis zieht
31. August 2017 / 07:49 / vor einem Monat

Schweizer Börse setzt Erholung fort - Novartis zieht

Zürich, 31. Aug (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Donnerstag den Erholungstrend fortgesetzt. Positive Vorgaben von der Wall Street und aus Japan sorgten für anziehende Kurse. Ein Gutteil des Anstiegs war den schwergewichtigen Aktien von Novartis geschuldet. Der SMI stieg um 0,5 Prozent auf 8893 Punkte. Am Mittwoch hatte der Leitindex 0,4 Prozent gewonnen.

Weiterhin im Blick der Anleger ist der Nordkorea-Konflikt. Japan dringt nach dem jüngsten Raketentest auf eine Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea.

Impulse werden ausserdem von Konjunkturdaten erwartet. In Europa werden Inflationsdaten veröffentlicht. In den USA stehen unter anderem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sowie Zahlen zu den Einkommen und den Ausgaben der US-Verbraucher und der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago auf dem Terminplan. Davon erhoffen sich die Marktteilnehmer Hinweise auf die künftige Geldpolitik beidseits des Atlantiks.

Die Aktien von Novartis gewannen ein Prozent. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat das Blutkrebs-Medikament Kymriah zugelassen. Dies ist gemäss Mitteilung die erste Genehmigung einer Gentherapie in den USA. Kymriah werde zugelassen für Patienten bis zu 25 Jahre, die unter einer bestimmten Form von Leukämie (ALL) litten und bei denen eine Chemotherapie nicht gewirkt habe. Die Kosten einer Behandlung beliefen sich auf 475.000 Dollar. Kymriah gehört zur Klasse von Medikamenten der CAR-T-Therapien, die die körpereigenen Immunzellen nutzen, um bösartige Zellen zu erkennen und anzugreifen.

“Derlei News sind bahnbrechend”, kommentierte Michael Nawrath von der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Der Preis bewege sich am unteren Rand der Schätzungen und sei von den Behörden abgesegnet.

Die Papiere von Rivale Roche rückten um 0,1 Prozent vor. Die FDA hat für das Medikament Actemra die Indikation erweitert. Actemra soll gegen bestimmte Nebenwirkungen eingesetzt werden, die bei CAR-T-Therapien auftreten könnten. Durch die neue Zulassung dürfte der Spitzenumsatz von Actemra nach Ansicht der ZKB auf vier von bisher 1,7 Milliarden Franken zunehmen.

Die Aktien von Nestle, dem dritten Schwergewicht, rückten um 0,5 Prozent vor.

Die Anteile der Banken tendierten mehrheitlich höher. Die Papiere der Credit Suisse stiegen um 0,1 Prozent und UBS um 0,3 Prozent.

Die Papiere von Vontobel gewannen 0,5 Prozent. Bis 2020 peilt der Vermögensverwalter ein Neugeldwachstum von vier bis sechs Prozent an. Bisher hatte das mittelfristige Ziel auf drei bis fünf Prozent gelautet. Auch bei der Eigenkapitalquote schraubt die von der Familie Vontobel kontrollierte Bank das Ziel hoch und visiert nun über zwölf Prozent statt wie bisher über zehn Prozent an.

Die Assekuranzwerte tendierten meist ebenfalls freundlich. Swiss Life aber bröckelten gegen den Trend um 0,2 Prozent ab.

Die Anteile zyklischer Firmen zogen an: ABB, Clariant und LafargeHolcim gewannen gegen ein Prozent.

Am breiten Markt legten die Anteile von Investis um gut ein Prozent zu. Die Immobiliengesellschaft hat im ersten Halbjahr den Gewinn um 40 Prozent auf 28 Millionen Franken gesteigert und damit die Markterwartungen übertroffen. Das Immobilienportfolio der Westschweizer Firma sei dank des hohen Wohnanteils vielversprechend, hiess es bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Dank des Servicegeschäfts ergebe sich auch Synergiepotenzial.

Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt

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