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Nordkorea-Krise dämpft Anleger-Stimmung an Schweizer Börse
4. September 2017 / 08:01 / vor 3 Monaten

Nordkorea-Krise dämpft Anleger-Stimmung an Schweizer Börse

Zürich, 04. Sep (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich zum Wochenanfang angeschwächt. Wegen der wieder aufgeflackerten Nordkorea-Krise machten die Anleger einen Bogen um Aktien, sagten Händler. Der Atomtest in Nordkorea habe die Anlegerstimmung merklich getrübt. Gefragt seien daher die als sicher geltenden Staatsanleihen, der Franken sowie Gold. Wegen des Labor-Day-Feiertags in den USA erwarteten die Marktteilnehmer aber kein sehr aktives Geschäft mit eher moderaten Umsätzen.

Der SMI büsste 0,6 Prozent auf 8887 Zähler ein. Am Freitag war der Leitindex um 0,2 Prozent gestiegen.

Im Fokus der Anleger standen die Aktien von Novartis. An der Spitze des Pharmakonzerns kommt es zu einem Wechsel. Chef Joseph Jimenez übergibt den Staffelstab nach acht Jahren Anfang 2018 an Vasant Narasimhan. Die Aktie ermässigte sich um 0,3 Prozent und schlug sich damit besser als der Gesamtmarkt und die Genussscheine von Rivale Roche, die um 0,5 Prozent nachgaben.

Die Aktie von Nestle, dem dritten Schwergewicht, verloren 0,5 Prozent. Die Anteile des Pharmazulieferers Lonza schwächten sich um 0,7 Prozent ab.

Bei den Papieren zyklischer Firmen stachen Clariant mit einem Kursplus von 0,4 Prozent hervor. Gemäss einem Bericht der “SonntagsZeitung” strebt die gegen die Fusion des Chemiekonzerns mit Konkurrent Huntsman opponierende Aktionärsgruppe White Tale die Zerlegung von Clariant an.

Die Aktien von Swatch verloren ein Prozent. Laut einem Bericht der “NZZ am Sonntag” will der Uhrenkonzern mit seiner Tochter Belenos nach Verzögerungen im kommenden Jahr mit der Produktion von Batterien für Elektroautos beginnen.

Die Aktien von Rivale Richemont sanken um 0,6 Prozent.

ABB fielen um 0,5 Prozent. Der Elektrotechnikkonzern hält am Mittwoch den Innovation Day ab.

Die Finanzwerte büssten mehr als ein halbes Prozent ein. Die Aktien der Grossbank Credit Suisse fielen um 0,9 Prozent und UBS schwächten sich um 0,6 Prozent ab. Die Versicherer sanken um gut 0,5 Prozent.

Helvetia wurden um 0,6 Prozent tiefer bewertet. Der Versicherer hat den Gewinn im ersten Halbjahr um acht Prozent auf 258 Millionen Franken gesteigert. Die Prämieneinnahmen waren mit 5,53 Milliarden Franken geringfügig über dem Niveau des Vorjahres. “Im Rahmen der Erwartungen”, sagte ein Händler.

Meyer Burger büssten 1,4 Prozent ein. Der Investor Dan Och hat gemäss Angaben der Börse SIX seine Beteiligung an dem Zulieferer für die Solarindustrie auf unter drei Prozent reduziert.

Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt

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