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Nordkorea und Negativvorgaben machen Schweizer Anleger vorsichtig
6. September 2017 / 08:10 / in 3 Monaten

Nordkorea und Negativvorgaben machen Schweizer Anleger vorsichtig

Zürich, 06. Sep (Reuters) - Die Kurse an der Schweizer Börse haben am Mittwoch auf breiter Front nachgegeben. Die schwelende Nordkorea-Krise und die Verluste an der Wall Street belasteten Händlern zufolge die Notierungen. “Nordkorea hat uns im Griff”, sagte ein Börsianer. Der SMI verlor 0,4 Prozent auf 8836 Zähler.

Auch die bevorstehende Ratsitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) dämpfte die Stimmung. Dass die Euro-Währungshüter bereits an den geldpolitischen Stellschrauben drehen, wird nicht erwartet. Gespannt sind die Marktteilnehmer allerdings auf Äusserungen von EZB-Chef Mario Draghi, der die Investoren auf eine Straffung der Geldpolitik vorbereiten muss, ohne sie zu verschrecken und Kursturbulenzen auszulösen.

Die meisten Standardwerte rutschten ins Minus. Grösste Abschläge gab es vor allem bei Finanzwerten. Die Titel der Grossbank Credit Suisse sanken um 1,3 Prozent und die der UBS um 0,6 Prozent. Händlern zufolge vergraulte US-Notenbankdirektorin Lael Brainard die Anleger. Sie mahnte zur Zurückhaltung bei weiteren Zinserhöhungen. “Wir sollten beim Straffen der Geldpolitik Vorsicht walten lassen, bis wir zuversichtlich sein können, dass die Inflation sich auf unser Ziel zu bewegt”, sagte Brainard.

Den Versicherungswerten machte Wirbelsturm “Irma” zu schaffen. Die US-Behörden warnten eindringlich vor “potenziell katastrophalen” Folgen des anrückenden Hurrikans. Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re und der Zurich Insurance Group büssten je ein Prozent ein.

Auch die an sich als krisensicher geltenden Index-Schwergewichte gaben nach. Die Novartis-Aktien ermässigten sich um 0,6 Prozent. Die Roche-Titel hielten sich mit 0,4 Prozent Abschlag etwas besser. Gemäss neuen klinischen Daten reduziert das Roche-Medikament Alecensa bei Patienten mit einer bestimmten Form von Lungenkrebs das Risiko, dass sich die Erkrankung auf das Gehirn ausbreitet, deutlich stärker als die Pfizer-Arznei Xalkori.

Die Aktien des dritten SMI-Riesen Nestle sanken um 0,4 Prozent.

Auch Anteile zyklischer Firmen büssten Terrain ein. Die Titel des Elektrotechnikkonzerns ABB gaben vor Beginn einer Investorenveranstaltung in den USA 0,3 Prozent nach.

Am breiten Markt fielen die Straumann-Aktien um 2,2 Prozent auf 603,50 Franken. Der Zahnimplantate-Hersteller hat 2,7 Prozent seiner Aktien zu 600 Franken an institutionelle Investoren veräussert. Den Erlös von 260 Millionen Franken will die Firma für Zukäufe und Investitionen verwenden.

Auch von den Aktien der Vermögensverwalter EFG International und GAM Holding trennten sich die Anleger. Die Titel büssten je 2,4 Prozent ein. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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