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Schweizer Börse gibt vor EZB-Beschlüssen nach
7. September 2017 / 08:12 / in 3 Monaten

Schweizer Börse gibt vor EZB-Beschlüssen nach

Zürich, 07. Sep (Reuters) - Die Schweizer Börse ist am Donnerstag mit nachgebenden Kursen in den Handel gestartet. Vor der Veröffentlichung der geldpolitischen Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten Händler keine grossen Sprünge, weil sich die Anleger bedeckt halten dürften. Von Unternehmensseite gibt es kaum Impulse. Der SMI rutschte 0,1 Prozent auf 8851 Punkte ab. Am Mittwoch war der Leitindex um 0,1 Prozent gesunken.

Die EZB dürfte nach überwiegender Ansicht von Experten wohl nicht an den geldpolitischen Stellschrauben drehen. EZB-Chef Mario Draghi könnte die Anleger aber auf eine Eindämmung der Geldflut einstimmen, sagten Händler. Das Anleihe-Kaufprogramm der Notenbank läuft Ende Dezember aus. Viele Börsianer rechnen zudem damit, dass sich Draghi auf der Pressekonferenz ab 14:30 Uhr MESZ zum starken Euro äussern wird.

Bei den Standardwerten überwogen die Verlierer. Die Kursausschläge blieben meist deutlich unter einem Prozent. Am deutlichsten an Wert verloren die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS mit je 0,9 Prozent Minus. Bei den Versicherungstiteln sanken Swiss Re um 0,5 Prozent und Zurich um 0,1 Prozent. Händler verwiesen auf den verheerenden Hurrikan “Irma”, der kurz nach dem Wirbelsturm “Harvey” Kurs auf die USA nimmt und den Bundesstaat Florida bedroht.

Die Aktien von LafargeHolcim gaben um 0,4 Prozent auf 55,75 Franken nach. Barclays hat die Empfehlung für den Zementproduzenten auf “Underweight” von “Equal-Weight” zurückgenommen und das Kursziel auf 52 von 53 Franken reduziert.

Von den Index-Schwergewichten gaben Nestle und Roche leicht nach und Novartis waren stabil.

Gefragt die Aktien der Luxusgüterhersteller Swatch und Richemont mit Kursgewinnen von 0,5 und 0,3 Prozent.

Am breiten Markt stiegen die Aktien der Jungfraubahn Holding um 2,4 Prozent. Der Bergbahn- und Hotelbetreiber steigerte den Gewinn im ersten Halbjahr um 60 Prozent auf 17 Millionen Franken gesteigert. Der Umsatz wuchs um 17,1 Prozent auf 92,2 Millionen Franken und die Zahl der Besucher auf dem Jungfraujoch erhöhte sich um 23,5 Prozent auf knapp 465.000.

Die Titel von Myriad rückten 4,3 Prozent vor. Der Finanzinvestor Martin Ebner und seine Frau haben ihre Beteiligung an der Softwarefirma Myriad aufgestockt und kontrollieren seit 1. September 61,4 Prozent der Anteile.

Die AMS-Anteile stiegen um vier Prozent. Die Spezialchip- und Sensorfirma erwägt die Beschaffung von frischem Kapital und hat das Bezugsrecht für eine Wandelschuldverschreibung von bis zu 4,1 Prozent des Kapital ausgeschlossen. Die Details der Privatplatzierung will AMS voraussichtlich am 8. September veröffentlichen. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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