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Schweizer Börse gibt nach - Nestle rutscht ab
September 26, 2017 / 8:17 AM / 3 months ago

Schweizer Börse gibt nach - Nestle rutscht ab

Zürich, 26. Sep (Reuters) - Die Angst vor einer Eskalation des Nordkorea-Konflikts hat am Dienstag die Anleger an der Schweizer Börse zu Vorsicht veranlasst. Das Risiko einer militärischen Auseinandersetzung zwischen Nordkorea und den USA habe zugenommen, hiess es am Markt. Zudem wollten die Marktteilnehmer eine Rede der US-Notenbank-Chefin Janet Yellen über Inflation und Geldpolitik abwarten und auf weitere Hinweise auf eine mögliche Zinserhöhung noch im laufenden Jahr abklopfen. “Also heisst die Devise erst einmal abwarten”, sagte ein Händler.

Der SMI notierte mit 9107 Zählern um 0,4 Prozent tiefer. Am Montag hatte der Leitindex nahezu unverändert geschlossen.

Im Mittelpunkt des Anlegerinteresses stand der mit Spannung erwartete Auftritt des neuen Nestle-Konzernchefs Mark Schneider vor Investoren. Der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern hat sich ein neues Renditeziel gesetzt. Bis 2020 soll die bereinigte Ergebnismarge des Unternehmens auf 17,5 bis 18,5 Prozent steigen. Im Vorjahr lag sie bei 16 Prozent. An der strategischen Ausrichtung will der Konzern festhalten und vor allem in Kernbereiche wie Kaffee, Tiernahrung, Säuglingsnahrung und Wasser investieren. Die Aktie notierte nach einem rund ein Prozent höheren Start zuletzt mit 0,4 Prozent im Minus. Die Ziele seien nicht sehr ambitiös, hiess es am Markt. “Wie von uns erhofft kein zu aggressives Margenziel”, kommentierte die Zürcher Kantonalbank (ZKB). “Das Ziel erscheint nicht beeindruckend”, hiess es bei der Bank Vontobel. Bei Rivale Unilever betrage es 20 Prozent.

Schwächer waren auch die beiden anderen Indexschwergewichte Novartis und Roche, die um 0,4 und 0,7 Prozent nachgaben. Exane BNP hat die Empfehlung für den Roche Genussschein auf “Underperform” gesenkt.

Bei den Finanzwerten notierten die Anteile der Grossbank Credit Suisse um 0,5 Prozent höher. ZKB und UBS haben die Kauf-Empfehlung für die Rivalin bestätigt. Die UBS-Aktie notierte unverändert.

Bei den zyklischen Firmen zogen die Aktien des Uhrenherstellers Swatch und der Bauchemiefirma Sika leicht an.

ABB gaben um 0,4 Prozent nach. Der Elektrotechnikkonzern hatte am Montag über den Kauf der GE-Sparte Industrial Solutions für 2,6 Milliarden Dollar informiert.

Die Anteile von LafargeHolcim bröckelten nach dem Kurseinbruch am Vortag erneut leicht ab. Finanzchef Ron Wirahadiraksa hatte sich auf einem Analystenanlass bezüglich des Umfelds in Schlüsselmärkten vorsichtig geäussert.

Am breiten Markt waren der Arzneimittelfirma Santhera mit einem Kursgewinn von drei Prozent gefragt. Newron sackten um sieben Prozent ab. Die Biotechfirma hat sich mit einer Privatplatzierung 27 Millionen Franken geholt.

Gewinnmitnahmen liessen die Anteile der Schweizerischen Nationalbank (SNB) um 8,5 Prozent einbrechen. Der Titel hat sich im laufenden Jahr mehr als verdoppelt.

Die Aktien von AMS legten 1,7 Prozent zu und erholten sich damit teilweise von dem Kurseinbruch am Vortag um acht Prozent.

Die Aktien von Aryzta verloren drei Prozent auf 30 Franken. Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktien des Tiefkühlbackwarenherstellers auf 26,60 von 27,40 Franken gesenkt. Das Rating lautet “Neutral”. Aryzta hatte am Montag für das Ende Juli abgeschlossene Geschäftsjahr 2016/17 einen Gewinneinbruch um 42,5 Prozent kommuniziert.

Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt

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