September 27, 2017 / 8:03 AM / 3 months ago

Schweizer Börse startet höher - Bankaktien gefragt

Zürich, 27. Sep (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch eine Spur fester tendiert. Gefragt waren vor allem Finanzwerte. Die Anleger trauten sich laut Händlern aber nicht so recht aus der Deckung. Nach wie vor sorgten die politischen Spannungen zwischen Nordkorea und den USA für Verunsicherung. Zudem werde es noch eine Zeit dauern, bis sich zeige, wie die neue deutsche Regierung zusammengesetzt werde. Der Leitindex SMI notierte mit 9140 Zählern 0,3 Prozent höher. Am Vortag war er um 0,3 Prozent gesunken.

Positive Impulse gingen Händlern zufolge vom Dollar aus, der zum Franken an Wert gewonnen hat. US-Notenbankchefin Janet Yellen hatte am Dienstag erklärt, dass die unerwünscht niedrige Inflation weiteren Zinserhöhungen nicht im Wege stehe. Es sei unklug zu warten, bis das Zwei-Prozent-Ziel bei der Teuerung erreicht sei. Dies verlieh der US-Währung Schwung.

Die Aussicht auf höhere Zinsen weckte auch das Interesse der Anleger für Finanzwerte. “Höhere Zinsen bedeuten höhere Renditen und damit attraktivere Geschäftsaussichten”, sagte ein Händler. Die Aktien der Grossbank Credit Suisse gewannen 1,6 Prozent. Die Anteile von Rivale UBS rückten um 1,3 Prozent. Auch die Vermögensverwalter Julis Bär, GAM und Vontobel gewannen an Wert. Die Assekuranzwerte tendierten ebenfalls fester. Firmenspezifische Impulse seien insgesamt aber eher rar, erklärten Händler. “Nestle profitieren von Anschlusskäufen, da der Investorentag am Dientag gut angekommen ist, und von positiven Analystenkommentaren”, sagte ein Börsianer. Die Aktie stieg um 0,4 Prozent nach einem Kursplus von 1,8 Prozent am Vortag. Der Chef des Nahrungsmittelkonzerns, Mark Schneider, hatte am Dienstag auf einem Investorentag Pläne vorgestellt, wie er den Weltmarktführer auf mehr Wachstum trimmen will. Die Analysten von SocGen, UBS und Goldman Sachs hoben darauf ihr Kursziel für die Nestle-Aktie an.

Der Chef des aktivistischen Hedgefonds Third Point, Dan Loeb, lobte das Nestle-Management. Third Point hält eine 3,5 Milliarden Dollar schwere Beteiligung an Nestle und fordert einen Konzernumbau.

Die Aktien der Pharmaschwergewichte Novartis und Roche stabilisierten sich nach dem jüngsten Kursrückgang. Die Papiere von Lonza büssten 2,4 Prozent ein. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Der Titel des Pharmazulieferers hat im laufenden Jahr über 50 Prozent gewonnen. Es ist damit der am stärksten gestiegene Schweizer Bluechip.

Die Papiere zyklischer Firmen wie der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch, des Elektrotechnikkonzerns ABB und des Zementriesen LafargeHolcim zogen leicht an.

Am breiten Markt fielen die Aktien der Schweizerischen Nationalbank (SNB) mit einem Gewinn von zwei Prozent auf. Sie hatten am Vortag zwölf Prozent eingebüsst. Die Papiere hatten sich in den vergangenen Monaten allerdings mehr als verdoppelt und waren so teuer wie noch nie.

Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1231 oder +49 30 2888 5168.

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