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Schweizer Börse startet mit angezogener Handbremse
28. September 2017 / 09:27 / vor 21 Tagen

Schweizer Börse startet mit angezogener Handbremse

Zürich, 28. Sep (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Donnerstag erneut leicht nachgegeben. Auf dem Markt lasteten vor allem Kursverluste der Indexschwergewichte aus dem Pharma- und Lebensmittelsektor. Für Bewegung sorgten zudem Analystenkommentare. Der SMI gab 0,1 Prozent auf 9091 Punkte nach. Am Mittwoch hatte der Leitindex 0,2 Prozent eingebüsst.

Grundsätzlich sei die Stimmung jedoch nicht schlecht, sagten Händler. Für Optimismus sorgten etwa die von US-Präsident Donald Trump vorgestellten Steuersenkungspläne. Trump kündigte niedrigere Unternehmenssteuern, eine Senkung des Spitzensteuersatzes für Private und niedrigere Steuersätze für Normalverdiener an. Allerdings liess der US-Präsident weitgehend offen, wie die Reform finanziert werden soll, ohne das Haushaltsdefizit auszuweiten.

Impulse erhoffen sich die Marktteilnehmer auch von Konjunkturseite. Auf dem Programm stehen etwa die deutschen Konsumentenpreise. Am Freitag folgen die Angaben zur Inflationsentwicklung in der Euro-Zone. Von den Zahlen werden Hinweise auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) erwartet.

Bei den Standardwerten gab es die grössten Einbussen bei Adecco. Die Aktien des Personaldienstleisters sanken um 0,9 Prozent, nachdem Kepler Cheuvreux die Empfehlung auf “Hold” von “Buy” gesenkt hat. Auch andere konjunktursensible Titel verloren an Wert, etwa der Zementkonzern LafargeHolcim, der Elektrotechnikkonzern ABB sowie die Luxusgüterfirmen Swatch und Richemont.

Indexschwergewicht Nestle verlor 0,5 Prozent. Der neue Firmenchef Mark Schneider hatte dem Lebensmittelkonzern bei dem lang erwarteten Investorentag am Dienstag neue Gewinnziele gesetzt.

Die Aktien von Novartis rutschten 0,2 Prozent ab. Der Pharmakonzern und die renommierte Universität von Kalifornien, Berkeley, wollen künftig zusammen an Therapien für bislang nicht behandelbare Krankheiten forschen. Auch die Titel des Konkurrenten Roche büssten trotz guter Nachrichten 0,2 Prozent ein: Das Medikament Ocrevus wurde in der Schweiz zur Behandlung der Nervenerkrankung Multiple Sklerose zugelassen worden - sowohl der primär progredienten Form als auch der verbreiteten, schubförmig verlaufenden Form.

An die Spitze der Gewinner setzte sich SGS mit einem Kursplus von 2,3 Prozent. Der Prüfkonzern profitierte von einer positiven Einschätzung der Analysten von Morgan Stanley, die die Empfehlung auf “Overweight” von “Equal-Weight” anhoben.

Auf den Kaufzetteln standen darüber hinaus Finanzwerte: Die Grossbanken UBS und Credit Suisse rückten jeweils 0,4 Prozent vor.

Am breiten Markt stiegen die Titel von VAT um 3,3 Prozent. Der Investor Rudolf Maag hat ein Zehn-Prozent-Paket der Vakuumventile-Firma erworben. Maag kaufte drei Millionen Aktien von Fonds, die von der Partners Group beraten werden und die bislang gut 23 Prozent hielten.

Die Basilea-Anteile legten 1,9 Prozent zu. Das Pharmaunternehmen hat der Firma Shenzhen China Resources Gosun Pharmaceutical (CR Gosun) eine Lizenz für sein Antibiotikum Ceftobiprol erteilt. CR Gosun erhält für eine Zahlung von drei Millionen Franken die exklusiven Rechte zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Ceftobiprol in China, Hongkong und Macao. Bei Erreichen gewisser Meilensteine hat Basilea Anspruch auf weitere Zahlungen von bis zu 145 Millionen Franken. (Reporter: Rupert Pretterklieber und Angelika Gruber; redigiert von Paul Arnold)

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