3. Oktober 2017 / 08:07 / vor 14 Tagen

Schweizer Börse verliert an Schwung

Zürich, 03. Okt (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag nach einer festeren Eröffnung an Schwung verloren. Rekordstände an der Wall Street und der feste Dollar sorgten laut Händlern zunächst noch für höhere Kurse. Nach dem Erreichen eines Zweijahreshochs habe die Anleger der Mut aber wohl verlassen. “Der Markt ist dabei, den Anstieg zu konsolidieren”, sagte ein Händler.

Der SMI notierte mit 9250 Punkten um 0,1 Prozent höher. Am Montag war der SMI um 0,9 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren gestiegen. Die weiteren Aussichten seien positiv, erklärten Händler. Der Leitindex sei aus dem seit Monaten geltenden und von 8800 bis 9200 Punkte reichenden Seitwärtstrend nach oben ausgebrochen. “Das dürfte uns Luft nach oben geben. Ein Angriff auf das im Jahr 2007 erreichte Allzeithoch von 9548 Punkten ist möglich”, sagte ein Händler.

Wegen des Feiertags “Tag der deutschen Einheit” wird in Deutschland nicht gehandelt. Daher dürfte manch ein Marktteilnehmer dem Parkett fernbleiben und das Geschäft dürfte ruhiger als üblich verlaufen, hiess es. Die meisten Standardwerte wurden zu leicht höheren Kursen gehandelt. Die Kursausschläge hielten sich aber unter einem Prozent.

Die Aktien von Adecco sanken um 0,9 Prozent und gaben den Vortagesgewinn wieder ab. Der Personalvermittler übernimmt die US-Karriereberatungsfirma Mullin International. Zum Kaufpreis für das in New York ansässige Unternehmen hielt sich der Weltmarktführer aus Zürich am Dienstag bedeckt. Mullin beschäftigt nach Angaben auf der Internetseite etwa 1400 Fachberater. “Die Übernahme entspricht der Strategie von Adecco, nach der zusätzliches Wachstum und Grössenvorteile generiert werden sollen”, kommentierte Michael Foeht von der Bank Vontobel. “Leider gibt es weder zum Umsatz noch zum Kaufpreis Angaben”, sagte Marco Strittmatter von der Zürcher Kantonalbank.

Die Aktien zyklischer Firmen tendierten meist freundlich. Der Elektrotechnikkonzern ABB gewann 0,5 Prozent an Wert. Für die Anteile der Sanitärfirma Geberit wurden um 0,25 Prozent höhere Kurse bezahlt. Die Titel von LafargeHolcim legten um 0,6 Prozent zu und reduzierten damit den Vortagsabschlag zu einem Teil.

Fester waren die Finanzwerte. Bei den Banken gewannen die Aktien der Credit Suisse und der UBS ein halbes Prozent.

Die schwergewichtigen Papiere des Lebensmittelriesen Nestle rückten um 0,1 Prozent vor und die des Pharmakonzerns Novartis legten 0,4 Prozent zu. Der Genussschein von Rivale Roche gab dagegen um 0,4 Prozent nach und büsste einen Teil des Vortagsanstiegs wieder ein.

Am breiten Markt stachen die Papiere von Addex mit einem Plus von 15 Prozent heraus. Die US-Gesundheitsbehörden unterstützen eine Studie der Biotechfirma an Menschen mit dem Wirkstoff ADX1441 zur Behandlung von Kokainmissbrauch mit 5,3 Millionen Dollar.

Die Anteile von Temenos gewannen 1,2 Prozent. Die Bankensoftware-Firma hat die äthiopische Cooperative Bank of Oromia als Kunden gewonnen.

An den meisten europäischen Börsen zeigte sich ein ähnliches Bild: Der Eurostoxx50 Index war mit 3603 Zählern praktisch unverändert. Die Börsen in London und Mailand waren knapp gehalten, während der französische CAC 40 Index um 0,1 Prozent anzog.

Die Börse in Madrid legte ebenfalls leicht zu. Der spanische Ibex-Index hatte am Montag nach dem von massiver Polizeigewalt überschatteten Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien 1,2 Prozent eingebüsst. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Christina Amann.)

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