October 6, 2017 / 7:56 AM / in 2 months

Schweizer Börse zieht leicht an - Anleger warten auf US-Jobdaten

Zürich, 06. Okt (Reuters) - Die Schweizer Börse hat dank positiver Vorgaben aus den USA und Japan zum Wochenschluss leicht zugelegt. Vor den mit Spannung am Nachmittag erwarteten US-Arbeitsmarktdaten dürften sich die Anleger nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, sagten Börsianer. Von Reuters befragte Experten gehen davon aus, dass die dortigen Firmen wegen der Serie von Wirbelstürmen, die Teile des Landes verwüstet haben, im September nur 90.000 neue Jobs geschaffen haben. Aus den Zahlen wollen Anleger Rückschlüsse auf die Geldpolitik der US-Notenbank ziehen.

Der SMI stieg am Freitag um 0,52 Prozent auf 9285 Zähler. Am Donnerstag war der Leitindex um 0,2 Prozent gesunken.

Im Blick haben die Anleger die Aktien von Leonteq. Der Titel kletterte um 4,9 Prozent auf ein Jahreshoch bei 63,95 Franken. Bei der Derivateboutique kommt es zu einem Führungswechsel. Der bisherige Geschäftsleiter und Mitgründer Jan Schock zieht sich aus der Geschäftsleitung zurück. Sein Nachfolger adinterim wird sein Stellvertreter und Finanzchef Marco Amato. Weiter hiess es, das dritte Quartal sei profitabel gewesen. Die Personalrochade zeige, dass Leonteq weiterhin kämpfen müsse, kommentierte Michael Kunz von der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Bei den Standardwerten hielten sich Gewinner und Verlierer die Waage. Den stärksten Anstieg verbuchten die Aktien von Credit Suisse mit plus 1,7 Prozent. Die Royal Bank of Canada hat die Aktien der Grossbank auf “Outperform” von “Sector Perform” hochgestuft. Der Titel von Rivale UBS legte 0,1 Prozent zu.

Die Anteile von Swiss Re gewannen 0,9 Prozent. Der Rückversicherer hat für den Teilbereich für geschlossene Lebensversicherungsbestände ReAssure die japanische Versicherungsgruppe MS&AD ins Boot geholt. MS&AD werde bis zu 800 Millionen Pfund (rund 895 Millionen Euro) investieren. Die Analysten von Vontobel und ZKB begrüssen die Transaktion als sinnvollen strategischen Schritt.

Die Papiere der als krisenresistent geltenden Schwergewichte Nestle, Novartis und Roche legten leicht zu und gaben damit dem Gesamtmarkt eine Stütze.

Die Titel zyklischer Firmen gaben meist nach. Der Uhrenhersteller Swatch und der Luxusgüterhersteller Richemont büssten 0,7 Prozent ihres Werts ein. Die Papiere des Personalvermittlers Adecco sanken um ein halbes Prozent. Der Elektrotechnikkonzern ABB konnte sich knapp behaupten.

Die Aktien der EMS Chemie verloren 2,3 Prozent. Der Spezialchemiehersteller hat in den ersten drei Quartalen den Umsatz wie von Analysten erwartet um 6,7 Prozent auf 1,6 Milliarden Franken gesteigert. Zudem bestätigte EMS die Prognosen, warnte aber vor steigenden Rohstoffpreisen. Dies habe Marktteilnehmer zu Gewinnmitnahmen veranlasst, hiess es am Markt. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168.)

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below