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Schweizer Börse bröckelt nach Jahreshoch minim ab
13. Oktober 2017 / 08:00 / vor 10 Tagen

Schweizer Börse bröckelt nach Jahreshoch minim ab

Zürich, 13. Okt (Reuters) - Die Schweizer Börse ist am Freitag im frühen Geschäft zunächst auf ein neues Jahreshoch gestiegen. Mangels Anschlusskäufen bröckelten die Kurse aber wieder leicht ab. Die Anleger hielten sich zurück, sagten Händler. Sie wollten zunächst abwarten, wie sich die Bilanzsaison entwickle. Der SMI notierte mit 9293 Zählern um 0,05 Prozent leichter. Am Donnerstag hatte der Leitindex nach einem neuen Jahreshoch um 0,35 Prozent höher geschlossen.

Die Kursentwicklung dürfte auch stark davon abhängen, wie die Marktteilnehmer auf die am Nachmittag erwarteten US-Konjunkturzahlen reagierten, hiess es am Markt. Veröffentlicht werden die Konsumentenpreise. Sie könnten Aufschluss darüber geben, wie schnell die US-Notenbank Fed die Leitzinsen erhöht. Die Erzeugerpreise waren am Donnerstag in der Kernrate höher als erwartet ausgefallen und hatten damit die Spekulationen über Zinserhöhungen angeheizt.

In der Schweiz stiegen die Import- und Produzentenpreise im September um 0,8 Prozent. Massgeblich dazu beigetragen haben dürfte der zum Euro deutlich schwächere Franken.

Zudem geht die US-Bilanzsaison in eine weitere Runde. Veröffentlicht werden die Quartalzahlen der beiden Geldhäuser Bank of America und Wells Fargo. Am Donnerstag hatten die Aktien von JP Morgan und Citigroup trotz höherer Gewinne Terrain eingebüsst.

Die Analysten der Credit Suisse erwarten positive Überraschungen bei den Firmenergebnissen. “Die Erwartungen sind dieses Mal recht niedrig. Wir erwarten, dass die meisten Unternehmen die Erwartungen übertreffen und für positive Überraschungen beim Gewinn pro Aktie sorgen werden”, schrieb die Bank in ihrem täglichen Kommentar.

In der Schweiz werden kommende Woche unter anderem der Logistikkonzern Kühne+Nagel, der Pharmariese Roche und der Nahrungsmittelhersteller Nestle die Zwischenberichte vorlegen.

Die Kursausschläge bei den Standardwerten hielten sich einmal mehr in engen Grenzen. Grösster Gewinner waren die Titel des Zementkonzerns LafargeHolcim mit plus 0,5 Prozent. Die Aktien von Lonza gaben mit minus 0,7 Prozent am meisten nach. Als Stütze des Marktes erwiesen sich die Anteile von Nestle, die um 0,4 Prozent höher bewertet wurden.

Die Titel der beiden Pharmariesen Novartis und Roche schwächten sich dagegen leicht ab.

Die Aktien der Banken tendierten meist freundlich: UBS, Julius Bär und Vontobel legten zu. Credit Suisse aber schwächten sich um 0,25 Prozent ab.

Die Versicherer neigten meist zur Schwäche.

Uneinheitlich bei mehrheitlich nur geringen Kursausschlägen zeigten sich die Aktien zyklischer Firmen. ABB rückten um 0,1 Prozent vor und Clariant gewannen 0,2 Prozent. Swatch, Adecco und SGS schwächten sich ab.

Am breiten Markt gewannen die Aktien von Ascom zwei Prozent. Der Telekom-Ausrüster hat mit GE Healthcare ein Vertriebsabkommen für ein Überwachungssystem für Intensivstationen in Europa abgeschlossen.

Gewinnmitnahmen belasteten die Anteile von Orascom, Bossard und Leonteq, die zuletzt kräftig gestiegen waren. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber)

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