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Schweizer Anleger warten ab - Spanien im Fokus
16. Oktober 2017 / 07:52 / vor einem Monat

Schweizer Anleger warten ab - Spanien im Fokus

Zürich, 16. Okt (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Montag leicht nachgegeben. Nach den jüngsten Gewinnen wollten die Anleger erst abwarten, wie es in Spanien weitergehe, sagten Händler. Dort läuft das Ultimatum der Zentralregierung in Madrid aus. Bis zum Vormittag soll der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont erklären, ob er einseitig die Unabhängigkeit Kataloniens erklärt habe oder nicht. Puigdemont hatte die Entscheidung über die Loslösung der Region von Spanien zunächst ausgesetzt.

“Die Marktteilnehmer wagen sich trotz guter Vorgaben nicht aus der Deckung”, sagte ein Händler. Der SMI notierte mit 9293 Zählern um 0,2 Prozent niedriger. Am Freitag war der Leitindex um 0,15 Prozent gestiegen und hatte damit die fünfte Woche in Folge mit einem Gewinn beendet.

Am Nachmittag dürften die Marktteilnehmer ihren Blick in die USA richten, wo das Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von New York veröffentlicht wird. Von den Zahlen erhoffen sie sich Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen.

Gebremst wurde der Aufwärtstrend durch Kurseinbussen bei dem Marktschwergewicht Roche. Der Genussschein des Pharmariesen reagierte mit einem Minus von 0,6 Prozent auf die Senkung der Empfehlung auf “Neutral” von “Outperform” durch Credit Suisse. Der Titel von Rivale Novartis legte leicht zu.

Nestle, der Anteil eines weiteren Schwergewichts, schwächte sich leicht ab. Hershey und Ferrara Candy dürfte einem Bericht von CNBC zufolge vorläufige Angebote für das US-Süssigkeiten-Geschäft von Nestle vorlegen. Auch Private Equity-Firmen hätten Interesse, hiess es in dem Bericht gestützt auf Insider. Nestle hat das US-Süsswarengeschäft jüngst zur Disposition gestellt.

Die Aktien der Banken büssten meist Terrain ein: Credit Suisse sanken um 03 Prozent und UBS um 0,8 Prozent. Möglichweise erhalte der Sektor Impulse von den Zahlen von Goldman Sachs und Morgan Stanley, die am Dienstag anstehen.

Schwächer waren auch die Aktien von Julius Bär und EFG International. Citigroup hat die beiden Vermögensverwalter auf “Neutral” von “Buy” herabgestuft.

Den Zwischenbericht veröffentlicht hat Kühne + Nagel. Die Aktie büsste 3,7 Prozent ein. Der Logistikkonzern hat den Gewinn in den ersten neun Monaten 2017 um 1,3 Prozent auf 540 Millionen Franken gesteigert und damit die Erwartungen verfehlt. Der Logistikkonzern ist aber zuversichtlich, die für das Gesamtjahr gesteckten Renditeziele erreichen zu können.

Die Papiere von Rivale Panalpina, dessen Resultate am Donnerstag auf dem Programm stehen, verloren knapp ein Prozent.

Die zyklischen Werte stimmten meist ebenfalls in den Rückzug ein: Der Titel des Sanitärtechnikkonzerns Geberit, des Personalvermittlers Adecco und des Zementherstellers LafargeHolcim verloren ein halbes Prozent und mehr. UBS hat das Kursziel für LafargeHolcim auf 55 von 57,50 Franken gesenkt. Der Elektrotechnikkonzern ABB gewann leicht an Wert und die Aktien der Chemiefirma Clariant waren stabil.

Die Anteile von GAM legten ein Prozent zu. Der Assetmanager veröffentlicht am Dienstag den Zwischenbericht.

Temenos waren am Tag vor dem Quartalsbericht eine Spur leichter. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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