17. Oktober 2017 / 08:24 / in einem Monat

Schweizer Börse gibt leicht nach - Credit Suisse steht im Fokus

Zürich, 17. Okt (Reuters) - Die Schweizer Börse ist am Dienstag nach einem festeren Start leicht ins Minus gerutscht. Die Stimmung sei angesichts des anhaltenden Rekordlaufs an der US-Aktienmärkten aber weiterhin gut und die Marktteilnehmer seien grundsätzlich zuversichtlich, sagten Händler. Viele Anleger wollten aber die laufende Bilanzsaison abwarten. Auch die Entwicklung in Spanien sorge für eine gewisse Nervosität. Der SMI verlor 0,2 Prozent auf 9257 Punkte. Am Montag war der Leitindex um 0,4 Prozent gesunken.

Im Fokus stand die Credit Suisse. Ein Hedgefonds nimmt die Grossbank ins Visier. RBR Capital wolle das Geldhaus aufspalten, erklärte ein Sprecher des Fonds am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der “Finanz und Wirtschaft”. RBR Capital habe Aktien im Wert von rund 100 Millionen Franken erworben, entsprechend einem Anteil von gut 0,2 Prozent an dem Geldhaus. RBR habe bereits die Fühler zu mehr als hundert weiteren Investoren ausgestreckt, die RBR von seinem Plan überzeugen und als Mitinvestoren gewinnen wolle, hiess es in der Zeitung. Credit Suisse ist an der Börse insgesamt rund 40 Milliarden Franken wert. Die CS-Aktien stiegen um zwei Prozent zu und setzten sich an die Spitze der Standardwerte.

Die Anteile der UBS rückten 0,6 Prozent vor. Händler hoffen auf positive Impulse für den Sektor von den beiden US-Grossbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley, die am Nachmittag ihre Quartalsberichte vorlegen.

Ebenfalls erwartet werden die Zahlen des Gesundheits- und Konsumgüterkonzerns Johnson & Johnson sowie nach Börsenschuss in Europa des Technologiekonzerns IBM.

Die Richemont-Aktien stiegen um 0,2 Prozent. Der Luxusgüter-Hersteller wartete überraschend mit Angaben zum ersten Geschäftshalbjahr auf. Richemont stellte ein Gewinnplus von 80 Prozent und zwölf Prozent mehr Umsatz in Aussicht. Zur guten Entwicklung trugen das günstige Marktumfeld und positive Wechselkurseffekte bei, wie es hiess. Zudem profitierte das Unternehmen davon, dass die Vorjahreszahlen wegen des Rückkaufs von Uhren schwach waren. Die Umsatzentwicklung zeige, dass sich der Trend der ersten fünf Monate fortsetze, erklärte Vontobel-Analyst Rene Weber. Die Margenentwicklung dürfte die Erwartungen übertreffen.

Die Anteile von Rivale Swatch gaben leicht nach. Die beiden Uhrenhersteller zählen in diesem Jahr mit Kursgewinnen von knapp einem Drittel beziehungsweise einem Viertel zu den Standardwerten mit den stärksten Wertzuwächsen.

Kaum verändert zeigten sich die Aktien der Indexschwergewichte Nestle, Novartis und Roche. Der Arzneimittelhersteller Roche und der Lebensmittelkonzern Nestle wollen am Donnerstag Umsatzzahlen veröffentlichen.

Bei den zyklischen Firmen waren die Anteile von ABB, Adecco und Geberit etwas höher. LafargeHolcim Clariant und SGS schwächten sich ab.

Am breiten Markt stachen die Aktien von Zur Rose mit einem Kursplus von sieben Prozent heraus. Die Versandapotheke steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 15,4 Prozent auf 245,9 Millionen Franken und baut ihr Deutschland-Geschäft durch die Übernahme der Firma Eurapon Pharmahandel aus.

Die VAT-Aktien gaben 1,5 Prozent nach. Der Vakuumventile-Hersteller steigerte im dritten Quartal den Umsatz um 28,7 Prozent auf 166,9 Millionen Franken und erwartet im Gesamtjahr weiterhin ein Umsatzwachstum von rund 30 Prozent. Die bereinigte Betriebsgewinnmarge (Ebitda) soll auf dem Vorjahresniveau liegen. Die Analysten der Bank Vontobel sprachen von einer starken Entwicklung. “Möglicherweise hat der eine oder andere halt noch etwas mehr erwartet”, sagte ein Börsianer und erklärte die Verkäufe mit Gewinnmitnahmen nach der starken Kursentwicklung. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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