20. Oktober 2017 / 08:19 / in einem Monat

Schweizer Börse setzt zu Erholung an

Zürich, 20. Okt (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Freitag leicht angezogen. Positive Vorgaben aus den USA, wo sich die Kurse nach Börsenschluss in Europa noch zum Teil erholt hatten, und der schwächelnde Franken, der die Produkte schweizerischer Hersteller auf dem Weltmarkt konkurrenzfähiger macht, ermunterten die Anleger zu Käufen. Zusätzliche Unterstützung erhalte der Markt vom kleinen Verfallstermin an der Eurex, hiess es.

Der SMI stieg um 0,3 Prozent auf 9259 Punkte. Am Donnerstag war der Leitindex um 0,8 Prozent gefallen und steuert erstmals nach fünf Wochen mit höheren Kursen auf eine negativen Wochenbilanz zu.

Die Anleger seien weiter verunsichert wegen der Katalonien-Krise. “Es ist Wochenende, keiner weiss, was passiert. Daher würde es mich nicht wundern, wenn der Markt zuletzt leicht tiefer wäre”, sagte ein Händler.

Nachdem die katalanische Regionalregierung am Donnerstag ein zweites Ultimatum ignoriert hatte, sich klar zur Einheit Spaniens zu bekennen, kündigte Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy an, seine Regierung werde am Samstag die formelle Machtübernahme in der autonomen Provinz einleiten.

Gefragt waren die Aktien der Versicherer: Swiss Re stiegen um 1,3 Prozent. Die jüngsten Hurrikane und die Erdbeben in Mexiko kosten den Rückversicherer im dritten Quartal rund 3,6 Milliarden Dollar. Davon entfielen 175 Millionen Dollar auf die beiden Erdbeben in Mexiko.

Die Anleger kauften die Aktien, weil die Gesellschaft trotz der Milliardenkosten keine Abstriche bei den eigenen Plänen machen müsse, hiess es am Markt.

Auch die Anteile von Zurich reihten sich mit plus 1,2 Prozent in die Gewinnerliste ein. Zurich hatte am Donnerstag mitgeteilt, die Gruppe erwarte, dass die jüngsten Wirbelstürme mit Schäden von rund 700 Millionen Dollar zu Buche schlagen und dass die finanzielle Stärke und Flexibilität des Konzerns nicht wesentlich beeinflussen würden.

“Mit anderen Worten, wir können wiederum von beiden Versicherern eine schöne Dividende erwarten”, sagte ein Händler.

Auch die Aktien der Banken holten einen Teil der jüngsten Gewinnmitnahmen auf: Credit Suisse, die ins Visier des aktivistischen Hedgefunds RBR geraten ist, stiegen um 1,5 Prozent und Rivale UBS zogen um ein Prozent an.

Die Aktien von GAM rückten um 2,5 Prozent vor und machten die Einbussen vom Vortag mehr als wett.

Dagegen setzten Roche die Talfahrt fort und verloren 0,8 Prozent. Der Pharmariese hatte am Vortag den Zwischenbericht veröffentlicht, der die Erwartungen zwar erfüllt hat. Mit dem neuen Produktportfolio könne Roche aber kaum an die alte Wachstumsstärke anknüpfen, sagte ein Händler. HSBC und die Deutsche Bank senkten ihr Kursziel für die Titel.

Die Aktien von Novartis gewannen 0,2 Prozent. Der Roche-Konkurrent und Grossaktionär legt am Dienstag den Zwischenbericht vor.

Nestle stiegen um 0,1 Prozent., Der Aktienkurs war am Donnerstag nach einem verhaltenen Ausblick ein Prozent gefallen.

Die Aktien zyklischer Firmen legten meist zu. ABB, Clariant, Adecco und Swatch stiegen ein Prozent. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber; Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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