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Schweizer Börse - Anleger bleiben vorsichtig
23. Oktober 2017 / 08:04 / in einem Monat

Schweizer Börse - Anleger bleiben vorsichtig

Zürich, 23. Okt (Reuters) - Die Kurse an der Schweizer Börse haben sich am Montag in engen Spannen seitwärts bewegt. Positive Vorgaben aus den USA und aus Japan sprächen zwar für anziehende Kurse, sagten Händler. Aber die Katalonien-Krise stimme die Anleger vorsichtig. Die Regierungen in Barcelona und Madrid treiben den Konflikt auf die Spitze. Die von Ministerpräsident Mariano Rajoy angestossene Entmachtung der Separatisten löste in Katalonien am Wochenende Widerstand und scharfe Kritik aus.

Der SMI notierte mit 9233 Zählern praktisch unverändert gegenüber dem Stand vom Freitag. Bereits zum Vorwochenschluss hatte der Leitindex unverändert notiert.

Impulse erhofften sich die Marktteilnehmer von der Bilanzsaison. Im Laufe der Woche werden Schwergewichte wie der Pharmakonzern Novartis, der Lifthersteller Schindler, der Pharmazulieferer Lonza, die Grossbank UBS und der Zementriese LafargeHolcim ihre Ergebnisse veröffentlichen.

Zudem beraten die Ratsmitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) über die Geldpolitik. Erwartet wird ein Schritt in Richtung Kurswende, mit dem die massiven Konjunkturhilfen zwar verlängern, aber zugleich deutlich eingedämmt werden.

Im Blick hatten die Anleger die Aktien von Meyer Burger, die um fast zehn Prozent auf 1,60 Franken hochschossen. Der Zulieferer für die Solarindustrie hat einen 45 Millionen Franken schweren Auftrag von einem italienischen Kunden erhalten.

1,7 Prozent fester waren die Aktien von Basilea. Der Arzneimittelhersteller erhält von Astellas für das Antimyotikum Cresemba eine Meilensteinzahlung von fünf Millionen Dollar.

Bei den Standardwerten lagen die Kursänderungen dagegen klar unter einem Prozent. Gewinner und Verlierer hielten sich die Waage. Den stärksten Anstieg mit 0,8 Prozent verbuchten Lonza, gefolgt von Geberit mit plus 0,6 und SGS mit 0,4 Prozent.

Die stärksten Abschläge verzeichneten Swatch. Der Titel des Uhrenherstellers sank um 0,5 Prozent.

Der Titel von Rivale Richemont dagegen legte 0,4 Prozent zu. Bei der Schaffhauser Uhrentochter IWC entwickle sich das Geschäft dieses Jahr positiv. “Wichtige Märkte wie China wachsen deutlich, auch in den USA sind wir zufrieden. In Europa entwickeln sich Grossbritannien, die Beneluxländer und Spanien sehr gut”, sagte der neue IWC-Chef Christoph Grainger-Herr der “SonntagsZeitung”. Zudem will die Marke einen Onlineshop in Europa lancieren.

Wenig verändert waren die Aktien der Banken: UBS sanken vor dem Habjahresbericht am Freitag um 0,3 Prozent.

Credit Suisse waren unverändert. Die Pläne des Investors RBR bei der Grossbank sehen den Abbau von 5000 bis 6000 Stellen im Investmentbanking vor, wo derzeit 12000 Beschäftigte arbeiten, berichtete der “Tages-Anzeiger”. RBR will die Beteiligung an der Bank verzehnfachen. Derzeit ist der Hedgefonds mit 100 Millionen Franken investiert. Vor einer Woche hatte RBR eine öffentliche Kampagne zur Aufspaltung der Bank in drei Teile gestartet. Bei den Schwergewichten war der Pharmatitel Novartis am Tag vor der Bekanntgabe des Quartalsberichts um 0,2 Prozent höher. Der Anteil von Rivale Roche war stabil.

Nestle, ein weiteres Schwergewicht, ermässigte sich um 0,2 Prozent.

Santhera legten drei Prozent zu. Die Arzneimittelfirma hat für Raxone gegen die Augenkrankheit LOHN die Empfehlung einer unabhängigen Expertengruppe erhalten. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber)

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